Fünf Kilo Heroin an Ermittler verkauft
"Kunde" war ein verdeckter Ermittler gewesen: Viereinhalb und fünf Jahre Haft für angeklagte Slowenen bei Prozess in Graz - Urteil nicht rechtskräftig.

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Weil sie fünf Kilo Heroin geschmuggelt hatten und sie dann verkaufen wollten, mussten sich am Donnerstag zwei Slowenen im Grazer Straflandesgericht verantworten. Ihr "Kunde" war nämlich ein verdeckter Ermittler gewesen, und so flog die ganze Sache auf. Beide waren umfassend geständig und beteuerten, dass sie mit dem Geld nur ihre Schulden abzahlen wollten. Sie wurden zu viereinhalb und fünf Jahren Haft verurteilt.
Die beiden Angeklagten, 38 und 49 Jahre alt, zeigten sich bei der Verhandlung einen Tag vor Weihnachten reuig und einsichtig. Sie waren umfassend geständig und hatten mitgeholfen, alles aufzuklären. "Warum machen Sie so etwas?", fragte Richter Erik Nauta. "Ich hatte Schulden, man hat mich überredet", so der eine Beschuldigte. "Ich wollte wegen meiner Schulden nicht im Gefängnis landen", so der andere. Dieser Schuss ging allerdings nach hinten los, denn fünf Kilo Heroin - "Wir sprechen hier von einer Übermenge", so der Richter - sichern für längere Zeit einen Platz hinter Gittern.
Die Übergabe an den Ermittler hatte auf dem Parkplatz eines Möbelhauses stattgefunden. Nachdem sich der Fahnder von der "ausgezeichneten Qualität" des Suchtgifts überzeugt hatte, klickten die Handschellen. "Ich hatte nur zweimal im Leben Kontakt mit Drogen, und beide Male endeten im Gefängnis", sinnierte einer der Beschuldigten. Diese Einschätzung stimmte auch diesmal, denn der Schöffensenat sprach beide schuldig. Derjenige, der den Deal eingefädelt hatte, bekam noch ein halbes Jahr mehr. Beide stimmten zu, doch die Staatsanwältin gab keine Erklärung ab. Das Urteil ist daher nicht rechtskräftig.
















