"Kälteeinbruch" und kultureller "Kahlschlag"
IG Kultur, Grüne protestieren gegen das Sparbudget. Die Grüne Kultursprecherin Sabine Jungwirth hat inzwischen im Landtag drei Initiativen gestartet, um "den drohenden Kahlschlag" durch das Sparpaket abzuwenden.

Foto © BauerSabine Jungwirth
GRAZ. Die Ankündigungen von 25 Prozent Budgeteinsparungen beutelt auch die Kulturszene schon im Vorfeld. Die IG Kultur Steiermark fürchtet besonders in ihren Reihen einen "Kälteeinbruch", wenn von den 63 Millionen Euro im Kulturbudget rund 15 Millionen Euro wegfallen sollen, auch wenn Kulturlandesrat Christian Buchmann im Antrittsinterview mit der Kleinen Zeitung betont hatte, "dass von sogenannten Kleinen ohnehin wenig bis nichts zu holen ist".
In einer Aussendung verweist die IG Kultur darauf, dass mit den vier Millionen Euro für die autonome Szene (6,3 % des Kulturbudgets bzw. 0,096 % des Gesamtbudgets, 2008) 200 steirischen Initiativen 13.000 Veranstaltungen für 900.000 Besucher organisiert werden. Eine EU-Studie zeige zudem, dass der Sektor Kultur um 12 % schneller wachse als die Gesamtwirtschaft. Jene zwei Millionen Euro plus, von denen die Freien als "Investition in die Zukunft" träumen, können angesichts der leeren Säckel aber wohl nur ein Traum bleiben.
Die Grüne Kultursprecherin Sabine Jungwirth hat inzwischen im Landtag drei Initiativen gestartet, um "den drohenden Kahlschlag" durch das Sparpaket abzuwenden. Sie fordert die vollständige Zweckwidmung der Landesrundfunkabgabe für Kultur, die Abschaffung der Kulturservice-Gesellschaft und Umwidmung der Mittel für das Kulturschaffen in der Steiermark sowie keine 25-Prozent-Kürzung bei der unabhängigen Kunst- und Kulturarbeit in der Steiermark.
















