1000 Arbeitsstunden für Sturms 5:0
Sturm Graz hat gegen Schlusslicht LASK in der 18. Runde der Fußball-Bundesliga einen 5:0-(2:0)-Heimerfolg gefeiert und ist Tabellenführer Ried zumindest bis zum Sonntag auf einen Punkt nahe gekommen.

Foto © GEPAJubel bei Kienast und Co
Im letzten Heimspiel dieses Jahres verwöhnte der SK Sturm noch einmal seine Fans mit einem ansehnlichen Spiel und einem Kantersieg. Die Grazer schossen Schlusslicht LASK mit 5:0 (2:0) aus dem Stadion. Der bislang letzte 5:0-Sieg datiert vom 31. November 2007. Damals wurden die Rieder abgefertigt. Jene Rieder, die aktuell die Tabelle anführen und heute bei Rapid zu Gast sind.
Gut 20 Minuten brauchten die Grazer, um sich auf die Spielweise des LASK einzustellen. Mit dem 1:0 durch Weber (26.) wurde dann eine kleine Torlawine losgetreten. Vier Minuten später war es Roman Kienast, der mit dem Treffer zum 2:0 nachlegte. Plötzlich spielten die Grazer befreit auf, agierten im Abschluss aber zu unkonzentriert. Hölzl (33.) und Kienast (34.) hätten schon vor dem Wechsel alles klar machen können. Aufseiten der Linzer vergab Mayrleb alleinstehend eine Riesenmöglichkeit aus elf Metern (39.).
Fünfter Doppelpack
Die Schonzeit für die Linzer Gäste beendete Schiedsrichter Louis Hofmann. In seinem 98. und letzten Bundesliga-Spiel entschied der Unparteiische innerhalb von nur drei Minuten zwei Mal auf Elfmeter für Sturm. Den ersten Strafstoß verwandelte Salmutter (49.), den zweiten Kienast (51.) mit Glück. Es war der fünfte Doppelpack für den "Langen", wie er von seinem Mitspielern genannt wird, in dieser Saison. Jetzt war die ohnehin schwache Gegenwehr der Oberösterreicher endgültig gebrochen. Das Eigentor von Chinchilla (75.) passte zum Auftreten der Gäste, die in allen belangen eine Klasse schwächer waren, als Sturm.
So kurios es auch klingt. Trotz der fünf erhaltenen Tore war LASK-Torhüter Thomas Mandl der Beste seines Teams. Er lieferte Glanzparaden und verhinderte hochkarätige Möglichkeiten von Kienast (34.), Szabics (71., 81) und Klem (74.).
1000 Arbeitsstunden
Dass die Begegnung überhaupt angepfiffen werden konnte, ist den rund 50 Arbeitern zu verdanken, die unter der Führung von Stadionbetriebsleiter Karl Altenburger in mehr als 1000 Arbeitsstunden im und rund um das Stadion Tonnen von Schneemassen "verschwinden ließen".
Features
Fakten zum Spiel
SK Sturm Graz - LASK Linz Endstand 5:0 (2:0). Graz, UPC Arena, 8.500, SR Hofmann
Torfolge:
1:0 (26.) Weber 2:0 (30.) Kienast 3:0 (49.) Salmutter (Foulelfer) 4:0 (51.) Kienast (Foulelfer) 5:0 (75.) Chinchilla-Vega (Eigentor)
Sturm:
Gratzei - Standfest, Feldhofer, Schildenfeld, Pürcher (77.Haas) - Hölzl, Kienzl, Weber, Salmutter (68. Klem) - Kienast (76.Muratovic), Szabics
LASK:
Mandl - Hart, Piermayr, Chinchilla-Vega, Bubenik - Aufhauser,Trauner - Krammer (64. Winkler), Duro, Kaufmann - Mayrleb (46.Kogler)
Gelbe Karten:
Keine bzw. Kaufmann
Die Besten:
Szabics, Salmutter, Standfest bzw. Aufhauser, Mandl















