Graz will Schulterschluss für Lebensmittelprüfer
Die Steiermark könnte alle 20 in Graz stationierten Analysten verlieren. Nun schaltet sich auch der Grazer Gesundheitsstadtrat Karl-Heinz in die Sparpläne ein.

Foto © Erwin Scheriau/Sujet
"Die Lebensmittelprüfung in Graz darf nicht geschlossen werden." Der Grazer Gesundheitsstadtrat Karl-Heinz Herper (SPÖ) schaltet sich in die Sparpläne der staatlichen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages) ein. "Ich suche einen landesweiten Schulterschluss, damit das Institut für Lebensmitteluntersuchung in Graz nicht aufgelassen wird", sagt Herper zur Kleinen Zeitung.
Wie berichtet, kursieren bei der Ages Pläne, wonach bundesweit ein Drittel aller 150 Lebensmittelprüfer eingespart werden könnte. Die Steiermark könnte alle 20 in Graz stationierten Analysten verlieren. Auch wenn noch nichts fix sei, wie man bei der Ages betont, wollen sich die Stadtpolitiker gegen Einschnitte wehren. In Schreiben an die Ages sowie an die zuständigen Minister Niki Berlakovich (ÖVP) und Alois Stöger (SPÖ) ruft Herper auf, von etwaigen Schießungsplänen "Abstand zu nehmen". Immerhin würden am Grazer Institut jährlich 4500 Proben bearbeitet, die von der Lebensmittelaufsicht des Landes und der Stadt eingereicht werden. Sämtliche Proben würden noch am selben Tag untersucht. "Wenn die Proben nach Innsbruck oder Wien transportiert werden müssen, ist eine unmittelbare Untersuchung nicht mehr möglich", so Herper.
Basis für die Initiative des Stadtrats ist ein Dringlicher Antrag der Grazer Grünen, der vom Stadtparlament vergangene Woche einstimmig angenommen wurde. Herper will sich nun mit Gesundheitslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder (ÖVP) auf ein gemeinsames Vorgehen einigen.
GÜNTER PILCH
















