Die Helden am iPad
Vier Kärntner Studenten programmieren in Graz Software für iPhone und iPad. Eine ihrer "Apps" war wochenlang weltweit die Nummer eins.

Foto © KLZ/GERNOT EDERMit guten Ideen und kreativen Geschäftsmodellen für ihre Apps punkten die vier Kärntner von Sonico
Seit gut zwei Jahren regiert die Goldgräberstimmung unter Technikern: Apps. Viele versuchen, mit den kleinen Zusatzprogrammen für Handys und Tablet-Computer den großen Hit zu landen und reich zu werden. Reich wurden die vier Kärntner von Sonico Mobile zwar noch nicht, dafür war eines ihrer Programme wochenlang weltweit die Nummer eins der Charts in Apples AppStore.
iTranslate nennt sich das Hit-Programm für iPhone und iPad, das die Brüder Alexander (27) und Gunther Marktl (28) gemeinsam mit Cousin Richard Marktl (24) und Freund Andreas Dolinsek (25) entwickelten. Es übersetzt Wörter, Redewendungen und ganze Texte aus allen und in alle möglichen Sprachen der Welt. "Einer der Gründe für den Erfolg ist, dass die Anwendung werbefinanziert und somit gratis ist", erklärt Dolinsek. Wer partout keine Anzeigen sehen will, kann diese zum Preis von nur 2,39 Euro quasi wegkaufen.
Enorme Download-Zahlen
Sieben Millionen Mal wurde die App fürs iPhone bereits heruntergeladen und auch die iPad-Variante hat schon enorme Download-Zahlen. Und der nächste Coup steht unmittelbar bevor. "Wir arbeiten seit sechs Monaten an einer Anwendung, die PDF-Dokumente besser lesbar und die Verwaltung vieler Dateien einfacher macht", verrät Dolinsek. Sie soll sogar besser sein als iBooks - jene App, die Apple selbst entwickelt hat.
Die "Marktls" kommen aus Feldkirchen, Dolinsek ist ursprünglich Klagenfurter. Die vier haben sich während des Informatik- bzw. BWL-Studiums in Graz kennengelernt. "Die Chemie hat von Anfang an gepasst und weil wir uns alle für das Gleiche interessieren, führte das eine zum anderen", meint Sonico-Chef Alexander Marktl.
Wie es sich für ein junges Technikunternehmen gehört, wird buchstäblich Tag und Nacht gemeinsam an den Programmen gewerkt. "Für Freizeit bleibt da nur ganz wenig Platz", meint Dolinsek. Ein wenig Sport lässt man sich aber dann doch nicht nehmen: Montagabends trifft sich das eingespielte Techniker-Team zum gemeinsamen Fußballspielen.
















