"Die Wasserkraft ist klar ein Klimasünder"
Mit immer fundamentaleren Argumenten warnen die Kraftwerksgegner rund um den Naturschutzbund vor neuen Staustufen an der Mur: Grazer Kraftwerksgegner sehen in Mur-Kraftwerken Belastung für den Klimaschutz.

Foto © Marija KanizajEs gab auch schon eine Unterschriftenaktion gegen das Kraftwerk
Diese würden nicht nur der Natur schaden, sondern auch dem Klima. Beleg dafür sei eine Studie des Wasserforschungsinstituts der Technischen Hochschule Zürich (ETH), wonach aus Stauseen durch Vergärungsprozesse Methan entweicht. "Die Wasserkraft ist also ganz klar ein Klimasünder", folgert Markus Ehrenpaar, Geschäftsführer des Naturschutzbundes Steiermark.
Die Schweizer Forscher hatten den Wohlensee bei Bern untersucht, der jährlich 150 Tonnen Methan ausstößt. Diese sind etwa so klimaschädlich wie 25.000 Autokilometer. Der See ist allerdings acht Kilometer lang und stellenweise 700 Meter breit. Zudem gibt es bei höher gelegenen Stauseen keine Methanemissionen. "Insgesamt ist die Wasserkraft immer noch klimafreundlich", folgert Bernhard Wehrli von der ETH.
Die Naturschützer fordern, solche Emissionen bei den geplanten Kraftwerken mitzuberücksichtigen.














