Land Steiermark lässt nun alle Verträge mit Roche überprüfen
An Schließung führe kein Weg vorbei, so der Roche-Vorstandschef im Gespräch mit Buchmann. Vonseiten der Roche-Führung sei man jedoch an einer "guten Übergangslösung" interessiert.

Foto © ReutersSchwan: Schließung unausweislich
An der Entscheidung, den Standort Graz bis 2013 zu schließen, führt kein Weg vorbei - das machte Roche-Chef Severin Schwan in einem Gespräch mit dem steirischen Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann klar. Mit den Rahmenbedingungen in Graz oder der Qualität der Mitarbeiter, diese sei "top", hätte die Schließung des Werkes in Graz nichts zu tun, versicherte Schwan. Er verwies darauf, dass der Pharmakonzern aus "wirtschaftlichen Gründen zur Systemintegration" gezwungen sei.
Vonseiten der Roche-Führung sei man jedoch an einer "guten Übergangslösung" interessiert. Buchmann hat indes auch auf die "riesige Enttäuschung" in der Steiermark verwiesen. Wie berichtet, werden nun alle Förderungen für Roche überprüft. Seit 2005 erteilte das Land Steiermark, als Eigentümerin der Krankenanstalten-Gesellschaft Kages, zudem Aufträge im Wert von 75,7 Millionen Euro. Buchmann will der Landesregierung daher vorschlagen, diese Geschäftsbeziehungen ebenfalls einer Evaluierung zu unterziehen.
"Bemerkenswert" sei das Vorgehen von Roche deshalb, weil Schwan aus Tirol stammt und Aufsichtsratschef Franz Humer die österreichische Staatsbürgerschaft besitze, heißt es im Wirtschaftsressort des Landes. Mit OMV-Chef Wolfgang Ruttenstorfer sitzt überdies noch ein weiterer Österreicher im Verwaltungsrat.

















