Die steirische Ideenfabrik boomt
Nirgends in Österreich werden mehr Patente angemeldet als in der Steiermark. Auch um den Erfinder-Nachwuchs muss man sich nicht sorgen.

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Die Steiermark ist ein Land der Erfinder. Als heuer erstmals das Uni-Erfinderranking des Patentamtes präsentiert wurde, rangierte die TU Graz mit acht angemeldeten Patenten an der Spitze aller heimischen Universitäten. In der Privatwirtschaft hat der steirische Motoren- und Antriebsspezialist AVL List mit 60 Erfindungen im Jahr 2009 die Nase vorne.
Ein fruchtbarer Nährboden - auch für junge Daniel Düsentriebs. Bereits seit 2002 gibt es in Graz mit dem Science Park (SPG) eine eigene Innovationsfabrik. Die Schlüsselfrage in der Wirtschaft lautet seit jeher: Wie setze ich eine Idee auch erfolgreich im Markt um? Im Science Park bleibt man auch die Antwort auf diese Kernfrage nicht schuldig. Im akademischen Gründerzentrum sind aus bisher 300 eingebrachten Geschäftsideen 56 konkrete Gründungsprojekte gediehen, 38 Unternehmen wurden inzwischen gegründet. Mit positiven Effekten auf den Arbeitsmarkt - mehr als 270 Jobs sind geschaffen worden. Am Mittwoch lädt der Sciencepark zum alljährlichen Gründertag an die Karl-Franzens-Universität. "Es gibt Leute, die sind nur mit einer Handskizze ihrer Idee zu uns gekommen. Heute führen sie ein Unternehmen", so Geschäftsführer Emmerich Wutschek. Dass dahinter viel Arbeit steckt, versteht sich, denn eine vielversprechende Idee alleine ist zu wenig. Es braucht auch einen ausgefeilten Business-Plan. Im SPG werden die Jungunternehmer dann von Mentoren und Trainern unterstützt.
Tüftler werden Firmenchefs
So ist es keine Seltenheit, wenn die Gründer schon früh Kontakte zu Industriebetrieben knüpfen und Aufträge einheimsen.
Etwa das Unternehmen Stirzone, das das sogenannte Rührreibpunktschweißen von hochfesten Werkstoffen als Patent angemeldet hat und eine strategische Partnerschaft mit der Firma Hage eingegangen ist. "Es gibt schon viele Interessenten", betont Firmenmitgründer Thomas Weinberger.
Ecosys, erst seit Kurzem im Sciencepark, bietet indes Energiesparsysteme für Klein- und Mittelunternehmen. "Strom-Verbraucher, die gerade nicht benötigt werden, werden durch unser Steuergerät vom Netz genommen. So kann im Schnitt eine Einsparung von zehn Prozent erreicht werden", so Albert Jocham. Kunden aus der Privatwirtschaft gibt es bereits. So auch bei xface, spezialisiert auf die Entwicklung von Hardwaremodulen, die Firma setzt sich u.a. mit den Themen Netzwerk-sicherheit und drahtlose Übertragung auseinander. Die Steiermark biete hier wegen des guten industriellen Umfelds im Leiterplatten- und Mikrochipbereich einen sehr fruchtbaren Boden, so Johannes Wolkerstorfer.
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Kommentar
TAG DER GRÜNDER
Am Mittwoch, 17.11., lädt der Science Park Graz ab 17.00 Uhr in die Aula der Karl-Franzens-Universität zum akademischen Gründertag.
Franz Viehböck, der erste und bis dato einzige Österreicher im Weltraum, zählt u.a. zu den prominenten Referenten.
















