"Die wilden Jahre sind vorbei"

Foto © Marija KanizajMathis Huber
Mit den "Meerschein-Matineen" der Mozartgemeinde haben Sie Ihre Karriere als Konzertmanager begonnen?
MATHIS HUBER: Als sich 1986 das Meerscheinschlössl in der Grazer Mozartgasse von einer Ruine in ein kleines Juwel verwandelte, lag es nahe, dessen wunderbaren Saal auch für Konzerte zu nutzen. Jetzt steht mein 27. Zyklus der Matineen vor der Tür, bei dem wir am Sonntag erstmals mit einem reinen Mozart-Programm beginnen. Aber die wilden Jahre, in denen die Mozartgemeinde kaum Mozart spielte, sind vorbei.
Wer sind die Protagonisten?
HUBER: Wir machen nichts, was akustisch nicht funktioniert - setzen also kein Klavier, sondern nur historische Tasteninstrumente ein. Richard Fuller, seit 20 Jahren einer unserer Getreuen, begleitet auf dem Hammerflügel einen jungen steirischen Star, die Barockgeigerin Lucia Froihofer.
Wie hoch ist das Budget für die fünf Sonntags-Matineen?
HUBER: 23.000 Euro, von denen 18.000 durch den Kartenverkauf hereinkommen sollen. Von Stadt und Land gibt es jeweils 2500 Euro Unterstützung.
Gibt es für die fünf Meerschein-Matineen programmatische Richtlinien?
HUBER: Die Programme führen quer durch die Geschichte, vom Mittelalter bis zur Gegenwart.
Das Mittelalter ist ja auch diesmal vertreten.
HUBER: Die Schwedin Miriam Andersén, die die schönste Mittelalterstimme überhaupt besitzt, kommt am 16. Jänner wieder zu uns.
Features
Fakten
Meerschein-Matineen. 14. November bis 13. März. Tel. (0 31 6) 825 000.

















