Hummelkaserne: Stadt kauft Areal
Es ist so weit: Die Stadt Graz kauft ein 38.000 Quadratmeter großes Areal bei der Hummelkaserne - darauf entstehen Gemeindewohnungen und ein Pflegeheim.
Es sollte so kurz vor dem Ziel nichts mehr schiefgehen - also liefen die Vorbereitungen zuletzt gleichsam unter "Geheimaktion", Tarnung inklusive. Doch bei der Sitzung des Grazer Gemeinderates am 18. November gibt man die Deckung auf - und legt das Stück "Hummelkaserne" den Mandataren vor.
"Es ist auf Schiene. Wir wollen einen Teil des Areals bei der Hummelkaserne kaufen", bestätigt Finanzstadtrat und Liegenschaftsreferent Gerhard Rüsch der Kleinen Zeitung. Man habe mit der für den Verkauf zuständigen Gesellschaft so weit alles ausverhandelt. Segnet der Gemeinderat nun das Vorhaben ab, werden Verträge und Kugelschreiber gezückt - und das betreffende Grundstück in Wetzelsdorf gehört ab 2012 der Stadt.
Stadt schlägt zu
Seit bekannt wurde, dass sich das Bundesheer auch von der Hummelkaserne trennt, rätselten viele: Wer erhält den Zuschlag? Eine Immobilienfirma? Doch bei der "SIVBEG" - das ist jene Gesellschaft, die Liegenschaften im Eigentum des Bundes verwertet - stellte man klar: Hat die Kommune ein "öffentliches Interesse", mahlt sie zuerst. Und die Stadt Graz sagte: Ja, ich will!
Konkret geht es um 38.000 Quadratmeter (etwas mehr als die Hälfte der gesamten Kasernenfläche), die die Stadt um 2,7 Millionen Euro kauft und ab 2012 besitzt. Denn bis Ende 2011 behält das Heer das Nutzungsrecht.
Der Zweck des Ganzen? "Auf diesem Areal werden vorrangig 90 Gemeindewohnungen errichtet", freut sich KP-Wohnstadträtin Elke Kahr, die lange für den Ankauf kämpfte. Daneben soll ein neues GGZ-Pflegeheim entstehen, als Alternative für den Standort Max-Mell-Allee. "Und da das Areal ja an die Reininghausgründe grenzt, sind in den 38.000 Quadratmetern etwa auch Flächen für eine Straßenbahntrasse und für Radwege vorgesehen", heißt es im Büro Rüsch.















