Studenten blockierten Finanzamt in Graz
Nicht aufgeben wollen die Studierenden bei ihrem Kampf gegen Einsparungen bei der Familienbeihilfe. Am Montag blockierten sie das Finanzamt. Für Dienstag sind Kundgebungen geplant.

Foto © Birgit BaustädterEinige wenige Studenten nahmen an der Aktion teil
Quasi als Auftakt für eine größer angelegte Demonstration morgen, Dienstag, haben die "unibrennt"-Bewegung und die ÖH Uni Graz Montagfrüh den Eingang des Grazer Finanzamtes blockiert. "Wir sind nicht bereit, den Widerstand gegen die Kürzung der Familienbeihilfe und den generellen Sparkurs im Bildungs- und Sozialbereich aufzugeben", so Cengiz Kulac, Vorsitzender der ÖH Uni Graz.
Rund 20 Personen - unter ihnen Vertreter von Grünen, KPÖ und SPÖ im steirischen Landtag - haben per Transparent "Finger weg von der Familienbeihilfe" den Finanzamt-Zugang "abgesperrt". "Mit den Protesten der vergangenen Tage ist es gelungen, der Regierung einige Zugeständnisse abzuringen. Damit geben wir uns aber nicht zufrieden. Wir wollen, dass die unsozialen Maßnahmen zur Gänze zurückgenommen werden", so Kulac.
Solidarität
Der Schulterschluss zwischen ÖGB und Studenten richtet sich gegen die Sparmaßnahmen allgemein, gegenseitig hat man sich solidarisch erklärt. Am Dienstag um 16 Uhr wird daher am Mariahilferplatz eine Suppenküche aufgestellt nach dem Motto: "Wir müssen die Suppe auslöffeln."
Ab cirka 18.30 wird dann vor dem Finanzamt eine Teeküche nach dem Motto "Aufwärmrunde für das neue Bündnis ÖGB - Studierende" aufgebaut, wie Studenten-Chef Cengiz Kulac sagt. Andere Organisationen - Elternvereine, Schülervertretungen, gewerkschaftliche Fraktionen - werden teilnehmen. Bei den Veranstaltungen wird für den Protesttag in Wien am Samstag, 27. November, geworben.

















