Absatz-Hoch bei Leder & Schuh
Steirischer Schuhkonzern heuer wieder flott unterwegs. Neue Aktionärsstruktur. Kundörfer verlässt Konzern.

Foto © Erwin ScheriauHumanic gehört auch zur steirischen Leder & Schuh-Gruppe
Bei der steirischen Leder & Schuh-Gruppe (Humanic, Jello, Corti etc.) ist man heuer wieder mit Siebenmeilenstiefeln unterwegs. Vorstandschef Gottfried Maresch konstatiert bis Ende September eine "ordentliche Performance", der Umsatz sei um neun Prozent gewachsen und auch das Ergebnis habe sich verbessert - das stimme ihn fürs Gesamtjahr sehr optimistisch. Besonders erfreulich sei der Absatz in Österreich, aber auch in Deutschland gewesen, seit dem letzten Quartal hätte auch der Markt in Zentral- und Südosteuropa angezogen.
Sehr beruhigt zeigte sich Maresch über den Ausgang eines Schiedsverfahrens gegen den Ex-Vorstand bzw. Aktionär der Leder und Schuh AG, Thomas Ridder. Es habe einen Endschiedsspruch zugunsten des Unternehmens gegeben, wonach das Verhalten des ehemaligen Vorstands den Vertrauensentzug durch die Hauptversammlung gerechtfertigt habe. Ridder, der gegen den Schiedsspruch trotz Einstimmigkeit eine Aufhebungsklage eingereicht hat, hat demnach keinen Anspruch auf Herausgabe seiner Aktien.
Seit Oktober geklärt sind auch die Fronten mit sieben ehemaligen Aktionären der Leder & Schuh AG. Die Mehrheitsaktionäre rund um den langjährigen Aufsichtsratspräsidenten des Schuhhandelskonzerns, Michael Mayer-Rieckh, haben die Anteile übernommen, in einem jetzt abgeschlossenen Schiedsverfahren wurden sowohl Preis als auch Aufgriff als vertragskonform bezeichnet.
Keine - wie kolportiert - Unstimmigkeiten sieht Maresch im Abgang seines Kollegen Rainer Kundörfer. Kundörfer scheide auf eigenen Wunsch und im besten gegenseitigen Einvernehmen aus dem Unternehmen aus.

















