Zu schwach für einen Spitzenreiter
Sturm kassiert nach einer harmlosen Vorstellung bei Rapid ein 1:3. Es ist die erste Auswärtsniederlage seit 9. Mai. Damals gingen die Grazer auch im Hanappi-Stadion unter.

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Spiel verloren, Spitzenposition verloren und die Negativserie gegen Rapid prolongiert. Der SK Sturm kann gegen die Hütteldorfer anscheinend nicht mehr gewinnen. Es war das fünfte Spiel in Serie ohne vollen Erfolg. Die erste Auswärtsniederlage seit 9. Mai (1:4 gegen Rapid) geht in Ordnung.
Am Schauplatz
Rapid spielte aggressiver, dynamischer, war stets schneller am Ball und gewann mehr Zweikämpfe. Sturm hinkte hinterher, wirkte lasch, ausgebrannt. Dabei waren es die Wiener, die am Donnerstag noch in der Europa League gekämpft hatten, und nicht Sturm. Den Grazern bleibt nach dem 1:3 in St. Hanappi die "heimliche Tabellenführung". Bei einem Spiel weniger haben die Steirer nur zwei Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Ried. Ein kleiner Trost, dem die Spieler nichts abgewinnen können. Kapitän Mario Kienzl wollte nichts zum Auftritt seiner Mannschaft sagen. Mario Haas versuchte eine Erklärung zu finden, indem er sagte: "Wir wollten aggressiv beginnen, haben das aber nicht geschafft. Irgendwie waren wir diesmal gehemmt." Dass es ausgerechnet immer gegen Rapid nicht läuft, konnte keiner der Protagonisten erläutern. Ist es Zufall? Kaum. Denn bei der 0:2-Heimniederlage am 8. August lieferten die Grazer ihr bislang schlechtestes Spiel ab.
Sonnleitner eröffnete
Die 17.000 Stadionbesucher, darunter 1500 Fans aus Graz, bekamen eine flotte Anfangsphase präsentiert. Ausgerechnet Ex-Sturmspieler Mario Sonnleitner stellte in der dritten Minute auf 1:0 für Rapid. Er gewann das Kopfball-Duell gegen Gordon Schildenfeld. Der Kroate machte seinen Fehler in der sechsten Minute wieder wett; er traf zum 1:1. Es sollte aber der einzige Torschuss der Grazer bleiben. Mit dem Ausgleich neutralisierten sich beide Mannschaften bis zur Pause. Die Hütteldorfer hatten zwar leichte Überhand, blieben aufgrund fehlender Kreativität aber nur bis zum gegnerischen Strafraum besser.
Nach dem Wechsel hatte Sturm nichts mehr zu melden. Die Grazer versuchten, mit spielerischen Mitteln zum Erfolg zu kommen. Das gelang nicht, weil die Grün-Weißen ständig attackierten und den Gästen keinen Millimeter Raum ließen. Sturm schaffte es nicht, kämpferisch dagegenzuhalten, blieb bei seinem braven Trott, der die Niederlage zur Folge hatte. Gartler sorgte mit seinem Doppelpack (60., 83.) für die Entscheidung. "Ich habe lange auf meine Chance warten müssen, mit meiner Leistung habe ich eine gute Antwort gegeben", sagte der Torschütze. Und hoffentlich gibt auch Sturm am Mittwoch im Cup-Spiel gegen Steyr eine entsprechende Antwort auf die gestrige schwache Vorstellung.
Features
Fakten zum Spiel
SK Rapid Wien - Sturm Graz
3:1 (1:1). Wien, Gerhard-Hanappi-Stadion, 17.000, SR Gangl.
Torfolge:
1:0 ( 3.) Sonnleitner 1:1 ( 5.) Schildenfeld 2:1 (60.) Gartler 3:1 (83.) Gartler
Rapid:
Hedl - Kayhan, Sonnleitner, Soma, Katzer - Kavlak (72.Trimmel), Heikkinen, Pehlivan, Saurer - Gartler (90. Nuhiu), Salihi
Sturm:
Gratzei - Standfest, Schildenfeld, Burgstaller, Perthel -Hölzl (86. Mevoungou), Kienzl, Weber (69. Haas), Klem (52. Kainz) -Szabics, Kienast
Gelbe Karten:
Keine bzw. Perthel, Szabics
Die besten Spieler:
Heikkinen, Sonnleitner, Gartler bzw. Kienast













