Zweckoptimismus gegen Selbstvertrauen
Die im Formtief befindlichen Rapidler empfangen am Sonntag Sturm. "Wir müssen mit dem gleichen Selbstvertrauen auftreten, wie in den anderen Auswärtsspielen. Dann können wir punkten", sagt Foda.

Foto © GEPAFranco Foda
Zwei individuelle Fehler gepaart mit einer mäßigen Vorstellung und fertig war Rapids 1:2-Heimniederlage gegen ZSKA Sofia in der Europa League. "Die Enttäuschung ist da, aber wir müssen jetzt so schnell wie möglich wieder an das Spiel gegen Sturm denken", forderte Trainer Peter Pacult. Mit Nachdruck. Die Hütteldorfer stehen am Sonntag im insgesamt 170. Aufeinandertreffen mit dem SK Sturm unter erheblichen Erfolgsdruck. Die siebentplatzierten Wiener liegen neun Punkte hinter dem Spitzenreiter aus Graz. Ein Heimsieg ist Pflicht, will man noch vor der Winterpause in der Tabelle Terrain gut machen.
Rapid-Tormann Raimund Hedl übt sich in Zweckoptimismus und sagt: "Wenn wir in diesem Match drei Punkte holen, ist das das beste Mittel, um aus dem Tal herauszukommen." Ob die Trendwende ausgerechnet gegen die auswärtsstarken Grazer (vier Siege, ein Unentschieden, keine Niederlage) sowie ohne den kreativen Spielmacher Steffen Hofmann und Stürmer Jan Venegoor of Hesselink gelingt, wird man sehen. In den jüngsten drei Heimspielen ist Rapid nie über 1:1-Unentschieden hinaus gekommen. Sturm wiederum kassierte in den jüngsten vier Auseinandersetzungen mit Rapid drei Niederlagen und ein Remis.
Nicht nur deshalb übt sich Sturm-Trainer Franco Foda in Vorsicht, indem er sagt: "Rapid ist immer stark. Die Mannschaft hat gute Qualität." Mit dem Publikum im Rücken seien die Hütteldorfer stets gefährlich. Die zusätzliche Belastung in der Europa League sei nach Auskunft von Foda kein Vorteil für seine Mannschaft. "Das darf gar kein Problem sein. Rapid hat einen großen Kader. Das habe ich vorige Saison bei uns auch immer gesagt." Problematisch seien nur Reisestrapazen. Und diese hätten die Grün-Weißen diesmal nicht gehabt.
Revanche für das 0:2
1500 Sturm-Anhänger werden am Sonntag im Hanappi-Stadion dabei sein, wenn Sturm um Punkte kämpft. Ein Sieg in Wien ist drinnen. "Wir müssen mit dem gleichen Selbstvertrauen auftreten, wie in den anderen Auswärtsspielen. Dann können wir in Wien punkten", sagt Foda. Und die Revanche für die 0:2-Schlappe vom 8. August ist auch fällig.














