Eine Frau, die für das Theater "brennt"
Preisverleihung der Grazer Wechselseitigen. Regisseurin und Leiterin des Vereins unIT, Edith Draxl, stand einmal nicht hinter den Kulissen, sondern vor dem Vorhang.
Quelle © graweaward_digi101105.jpg | Foto: KLZ Digital GRAWE Award: "Kann mich sehr einsetzen"
Was für eine Preisträgerin! Sie sei es einfach nicht gewöhnt, selbst im Mittelpunkt zu stehen, kommentierte gestern eine fast schüchterne und gleichzeitig strahlende Siegerin den Grawe- Award, der ihr im Sitzungssaal der Grazer Wechselseitigen in Graz von Generaldirektor Othmar Ederer übergeben wurde.
Preisträgerin Edith Draxl, Regisseurin und Initiatorin des Vereins unIT, der junge Autoren unterstützt, arbeitet meist im Hintergrund. "Das ist eine Stärke, aber heute oft auch eine Schwäche, weil alles personalisiert ist. Ich habe mich aber selbst nie verkaufen können, ich bin es einfach gewöhnt, hinter meine Projekte zu treten", freut sie sich über die Anerkennung durch den Preis der Grazer Wechselseitigen und den Scheck über 10.000 Euro.
Für den Juryvorsitzenden, Grawe-Aufsichtsratspräsident Franz Harnoncourt-Unverzagt, hat die Germanistin und Theologin mit ihrer außergewöhnlichen Arbeit mit Kindern, alten Menschen und Autoren alle Kriterien für den heurigen Grawe-Award übertroffen. Wie meinte der Kulturchef der Kleinen Zeitung, Frido Hütter, in seiner Laudatio? Die Preisträgerin brenne für ihre Sache. Oft so sehr, dass es bei der Gefahr des Scheiterns von Projekten durchaus auch zu Tränen kommen kann.















