Schulterschluss in Graz
Die Studenten wollen ihren Widerstand nicht aufgeben und suchen Verbündete bei ÖGB, Kirche und Industrie.

Foto © Jürgen Fuchs
Trotz "Nachbesserungen" scheint das Thema Studenten und Familienbeihilfe politisch abgeschlossen. Doch die Studierenden wollen nicht aufgeben. In Graz engagiert sich vor allem Uni-Studententenchef Cengiz Kulac. Eine enge Zusammenarbeit gibt es mit dem Hochschülerschafts-Chef der Technischen Universität, Andreas Kainer.
So ist schon die nächste Protestkundgebung am 9. November vor dem Grazer Finanzamt geplant.
Die Studenten denken aber nicht nur an Protestmärsche, sondern wollen sich mit anderen politischen Kräften vernetzen. So konnte man bereits zuletzt zahlreiche Solidaritätsaussagen aus dem Bereich der Gewerkschaften und Familienverbände sammeln.
Cengiz will nun eine Gesprächsreihe "Gespräche über den Sozialstaat" initiieren.
Morgen ist jedenfalls ein Treffen mit Spitzenvertretern des ÖGB anberaumt, ob ÖGB-Chef Horst Schachner persönlich dabei sein wird, war am Wochenende noch nicht klar.
Auch Diözesanbischof Egon Kapellari und kirchliche Organisationen (KHG, KHJ) hat Kulac über das Wochenende für diese geplante Gesprächsreihe kontaktiert.
Sogar der Weg zur Industrie wird nun gesucht. Werner Tessmar-Pfohl, Vorsitzender des Uni-Rates an der Grazer Universität, könnte hier Wege ebnen. Er war früher steirischer IV-Chef und arbeitete führend am Bildungskonzept der IV Österreichs mit.
















