15 Kerzen für die genialen Grenzgänger
Das werkraumtheater jubiliert - und tanzt auch kritisch aus der Reihe.

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Im Oktober 1995 gründeten Rezka Kanzian und Franz Blauensteiner das "werkraumtheater". "Wir wollten künstlerischen Freiraum schaffen", erklärt Kanzian die Motivation, vor 15 Jahren das Uraufführungstheater ins Leben zu rufen. Uraufführungstheater deswegen, weil Blauensteiner alle Stücke selbst schreibt.
"Nur einmal haben wir einen Goethe gespielt", erzählt Kanzian, die für die Kulturpolitik des Landes Steiermark allerdings nur wenige lobende Worte über hat. "Wir haben alles gegeben, bis an die Existenzgrenze", erklärt Kanzian, die genau wie Blauensteiner auch einen anderen Job annehmen musste. "Ich finde, wir hätten uns mehr verdient. Wenn ich sehe, wo überall Gelder hinfließen ... Und da meine ich gar nicht die freie Szene", kritisiert sie.
Und spricht sogar davon, es ab und zu auch zu bereuen, den Weg in die Kultur eingeschlagen zu haben. Aber: "Künstler zu sein ist keine Entscheidungsfrage, das muss man machen, wenn man kann."
Von der herausragenden Qualität des Theaters kann man sich ab Freitag ein Bild machen. "Shiko Do", ein weiterer theatraler Grenzgang zwischen Ost und West, steht zur Uraufführung an.
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SHIKI DO - ein No-Spiel: Uraufführung: Freitag, 30 Oktober, 20 Uhr. werkraum studio Glacisstraße 61 A, 8010 Graz. Tel. 0 676 - 94 00 383














