Elevate: Der Werwolf und die Datenkrake
Tag vier beim Elevate-Festival: Ein Werwolf-Workout von Stadtschreiber Jörg Albrecht bei den Minoriten und viel politisch korrekte Information.
Quelle © 501elevate251010.jpg | Foto: Gernot Eder Elevate-Bilanz: "Sind sehr zufrieden"
GRAZ. Das erste Wort ist sein Lieblingswort, das zweite verknüpft es mit der Realität: "Werwolf. Workout". Stadtschreiber Jörg Albrecht liest auf Zehenspitzen, liegend oder schneidersitzend einen fragmentarischer Text, der die Dämonen über den Kreativhacklern beschwört oder den Zeitgeist anhand Körperbewegungen ironisiert: "Wieso Kopfnicken? Das ist voll Neunziger". Die hörgeREDE-Lesung bei den Minoriten, übrigens die erste seit seiner Vorstellung, ist eingebettet in Klanglandschaften von Komponist Gerriet Sharma, die, bedrohlich bis besänftigend, den Inhalt vorantreiben. Ein krönender Abschluss der Tex-Ton-Reihe hörgeREDE, der sich mehr Besucher verdient hätte.
Soundlandschaften vom serbischen Kollektiv Belgradeyard Sound System waren bei freiem Eintritt im Dom im Berg zu lauschen. Feine, wenn auch anstrengende Nachtmusik.
Montag war Medientag. Debattiert wurde die Datenkrake Web 2.0., Synonym für Datenschutz und die politische Diskussion darüber. Wie man es schafft, eigene Strukturen aufzubauen, damit Informationsfreiheit nicht bei der Hardware endet, zeigte der neue Elevate-Mediachannel.


















