Der Romantiker auf dem Weg zur Selbstständigkeit
Ex-Blumfeld-Sänger Jochen Distelmeyer live.
1 / 26
GRAZ. Der Mann, der einmal Blumfeld war, hat auf seinen Solopfaden die musikalischen Ecken geschärft. Das bewies Jochen Distelmeyer nicht nur programmgemäß mit dem Album "Heavy", mit dem sich der geborene Bielefelder vor einem Jahr in die Selbstständigkeit wagte, sondern auch bei seinem Live-Gastspiel (mit Band-Unterstützung) im ppc.
Wenig überraschend ließ sich die Blumfeld-Vergangenheit beim Gig nicht wirklich verleugnen und fand bei den Fans viel Echo: Songs wie "Leinen los" (in düsterem Anstrich) oder ein starkes "Tics" brachte die ersten Reihen ordentlich zum Tanzen, während "Tausend Tränen tief" noch immer den Romantiker Distelmeyer ins Bühnenlicht rückte.
Zu den Solowerken des durch die Hamburger Schule Gewandelten: "Wohin mit dem Hass" elektrifizierte, Nachdenkliches wie in "Lass uns Liebe sein" hätte mehr "Heavy"-Dosis vertragen. Fazit: Ein gelungenes Solodebüt, an der Straffung des Programms darf noch gearbeitet werden. CP


















