Gastgärten müssen im Winter weg
Stadtregierung sagte gestern Nein zu Gastgärten für die Zeit vom 1. November bis Ende Februar.
Die Schanigarten-Saison hat sich in Graz immer mehr und öfter auch in die Wintermonate ausgeweitet. Die Zahl der Wirte, die ihren Gästen dieses Service bieten wollten, war ständig im Steigen. Seit gestern ist das aber Vergangenheit: Die neunköpfige Stadtregierung hat mit Ausnahme von FP-Stadtrat Mario Eustacchio dem Antrag von Verkehrsreferentin Vizebürgermeisterin Lisa Rücker (Grüne) zugestimmt, für vier Monate im Winter keine Bewilligungen mehr zu erteilen.
"Damit sollen vor allem die Anrainer entlastet werden, die durch den Ganzjahresbetrieb von Schanigärten überhaupt nie zur Ruhe gekommen sind", erklärt Rücker-Büroleiterin Nicole Kuss. Es gebe aber auch andere Gründe für dieses Verbot, wie etwa Energie- und Sicherheitsfragen (Heizstrahler) oder Parkplatzbedarf und Schneeräumung im Winter. Man habe die Wirte schon bei den Bewilligungen im Vorjahr darauf hingewiesen, dass es den Winterbetrieb ab heuer nicht mehr geben werde.
"Angriff auf Freizeitkultur"
Trotzdem seien bisher schon rund ein Dutzend Ansuchen für den Winterbetrieb im Straßenamt eingelangt. Kuss: "Der Großteil jener, die bisher schon eine solche Bewilligung erhielten, ist da aber noch gar nicht dabei." Nach dem Beschluss in der Stadtregierung wird es jetzt keine Genehmigungen geben. Und es dürfen künftig auch keine Schanigarten-Einrichtungen über den Winter stehen bleiben.
"Das ist ein direkter Angriff auf die Grazer Gastronomie und Freizeitkultur", kritisiert der Obmann der Fachgruppe Gastronomie in der Wirtschaftskammer, Karl Wratschko, diese Regelung. Die Grazer Wirte hätten es wegen des zeitweise schlechten Wetters heuer ohnehin nicht leicht gehabt. Eine Saisonverlängerung sei für viele Wirte unverzichtbar.















