Weger und Bredlinger sind die Favoriten auf Marathon-Titel
Im Rahmen des Graz-Marathons werden am Sonntag die österreichischen Staatsmeisterschaften ausgetragen. Susanne Pumper feiert ihr Comeback nach ihrer Dopingsperre.

Foto © GEPARoman Weger
Bei den Herren ist die Favoritenrolle am Sonntag in Graz klar an Roman Weger verteilt, der LC-Villach-Athlet will nach einer überstandenen langen Verletzungspause seinen vierten Meistertitel holen. "Mit einer Zeit unter 2:20 Stunden wäre ich zufrieden. Von den Trainingsleistungen her müsste das gehen, aber ich bin vorsichtig mit einer Prognose", meinte der Kärntner.
Sein schärfster Rivale sollte Andreas Ringhofer sein. Der Steirer hat aus dieser Saison zwei 2:24er-Zeiten zu Buche stehen.
Pumper im Blickpunkt
Bei den Damen steht in Abwesenheit von Andrea Mayr weniger eine nationale Spitzenzeit, sondern das Comeback von Susanne Pumper im Blickpunkt. Die 40-jährige Wienerin bestreitet nach dem Ablauf ihrer zweijährigen EPO-Dopingsperre im März ihren ersten Auftritt über die 42,195 km. Der ehemaligen ÖLV-Rekordhalterin ist es durchaus zuzutrauen, in die Meisterschaftsentscheidung eingreifen zu können.
Titelverteidigerin ist die Burgenländerin Ursula Bredlinger, die zweifache Mutter hatte zuletzte allerdings mit Oberschenkelproblemen zu kämpfen. Neben Bredlinger und Pumper peilt auch die Niederösterreicherin Ingrid Eichberger eine Zeit um 2:50 an. Kehrt mit Pumper eine prominente Läuferin von einer Dopingsperre zurück, fehlt das langjährige lokale Zugpferd Eva Maria Gradwohl deshalb. Die fünfmalige Siegerin hat im Mai nach einer verweigerten Dopingkontrolle ihre Karriere beendet. Die Steirerin wurde dafür im Juli für zwei Jahre gesperrt.
Im Internationalen Teilnehmerfeld haben sich Athleten aus Kenia und Äthiopien Zeiten unter 2:15 bzw. 2:35 vorgenommen. Die Streckenrekord bei den Herren von Haiji Adilo (ETH) steht seit 1999 bei 2:12:25 Stunden, jener der Frauen von Nghuriatukei Kiyara (KEN) aus dem Vorjahr bei 2:33:04. Insgesamt nehmen an der Veranstaltung mit diversen Rahmenbewerben 7.500 Sportler teil.














