Handyparken stottert
Das vor einem Jahr eingeführte Handyparken kommt nach flottem Start etwas ins Stocken. Parkraummanager zieht dennoch positive Bilanz.

Foto © BauerNoch greifen die Grazer selten zum Handyticket. Beim Parkraumservice ist man dennoch zufrieden
Sie hat keinen leichten Stand, die orange ID-Vignette der Handyparker. Seit Oktober 2009 gibt es in den gebührenpflichtigen Grazer Parkzonen die Möglichkeit, das Parkticket via Handy zu bestellen. Nach einem flotten Beginn (wir berichteten) ist die Euphorie der Autofahrer ein wenig verflogen. Die Zahl der registrierten Nutzer stagniert. Parkraummanager Günther Janezic zieht nach einem Jahr trotzdem eine positive Bilanz: "Ich bin absolut zufrieden. Wir haben in einem Jahr 110.000 Parkvorgänge über das Handyticket abgewickelt. Im September waren es sogar 16.000. Und die Zahlen werden noch ansteigen."
Zu einem Massenphänomen hat sich das Grazer Handyticket trotzdem noch nicht entwickelt. Eine Nachfrage bei den vier Anbietern ergab, dass sich bisher knapp 4000 Menschen zur notwendigen Registrierung entschlossen haben. Von derselben Zahl sprach man bereits im April dieses Jahres. Günther Janezic sieht diese Erkenntnis gelassen: "Das Handyticket ist für Vielparker konzipiert. Von denen gibt es weniger, diese nutzen das Angebot dafür umso intensiver."
Das Ziel heißt fünf Prozent
Rund drei Prozent aller Parktickets werden in Graz per Handy gelöst. Damit liege man gut im Kurs, wie Janezic betont: "Unser Ziel ist, dass im Oktober 2011 fünf Prozent aller Grazer Parkvorgänge mit dem Handy abgewickelt werden."
Etwaige technische Hürden will der Mann vom Grazer Parkraumservice nicht als Grund für das verhaltene Interesse der Grazer gelten lassen: "Die einzige Hürde ist in Wirklichkeit das Registrieren. Und auch dort sind die Schwierigkeiten überschaubar."
















