Kinderschuhe: Grazer Erfolgsfirma Legero ist Marktführer
Binnen fünf Jahren hat die Grazer Legero-Gruppe den Umsatz mehr als verdoppelt und wurde zum größten Kinderschuhhersteller Europas. Die gesamte Forschung und Entwicklung ist in Graz gebündelt.

Foto © KKGeschäftsführer Rudolf Hampl: "Die gesamte Forschung und Entwicklung ist in der Grazer Zentrale gebündelt"
Mindestens einmal am Tag rücken die Entwickler des Grazer Schuhherstellers Legero in den nahegelegenen Kindergarten aus. "Mit unserer Marke Superfit sind wir mittlerweile der mit Abstand größte Kinderschuhhersteller Europas, die technische Entwicklung spielt eine entscheidende Rolle", betont Geschäftsführer Rudolf Hampl. Wer Schuhe für Kinder produziert, müsse sich auch mit Kindern auseinandersetzen und "ihre Bedürfnisse kennen". Daher arbeitet das Traditionsunternehmen, dessen Wurzeln bis in das Jahr 1872 zurückreichen, auch intensiv mit Ärzten der Kinderklinik im LKH Graz und der Orthopädie zusammen.
Standort wird erweitert
Ein Blick in die Bücher des Unternehmens zeigt, dass das Konzept aufzugehen scheint. Im Jahr 2003 setzte Legero 44,5 Millionen Euro um und produzierte 1,9 Millionen Paar Schuhe. Heuer werden es 134 Millionen Euro Umsatz und 4,78 Millionen Paar Schuhe sein. Davon drei Millionen Paar Superfit-Kinderschuhe. Ziel sei es, so Hampl, im Laufe der nächsten fünf Jahre fünf Millionen Kinderschuhe zu produzieren. Ein Wachstum, das weitere Investitionen am Standort Graz nach sich ziehen wird. "Wir werden den Standort erweitern und suchen neue Mitarbeiter", so Hampl. Derzeit arbeiten in Graz rund 90 Mitarbeiter für Legero. Weitere firmeneigene Standorte gibt es in Ungarn und Rumänien, Kooperationen u. a. in Indien, Italien und Vietnam.
"Die gesamte Forschung und Entwicklung ist in Graz gebündelt. Hier am Standort sind auch unsere Designer tätig", so Hampl. Insgesamt hat Superfit 150 unterschiedliche Modelle und 450 Einzelartikel im Sortiment. "Da gibt es Renner und Penner, zum Glück überwiegen die Renner."
Kernmärkte sind neben dem deutschsprachigen Raum auch Skandinavien, Frankreich und Italien. Insgesamt ist man in 35 europäischen Ländern vertreten. Von Bedeutung sind auch die jüngeren Absatzmärkte in Osteuropa. MANFRED NEUPER
















