Österreich will nicht nur als Gastgeber punkten
In 288 Tagen startet die Heim-WM im American Football. Für Österreich ist dabei sein nicht genug.
Quelle © KLZ Digital 2011: American Football WM in Österreich
Der Rasen ist grün. Das ist aber auch das Einzige, was Fußball und Football verbindet. Vor allem die Leistung der österreichischen Nationalteams könnte unterschiedlicher nicht sein. Qualifizierten sich die heimischen Fußballer für die EM 2008 nur als Gastgeber, so sicherte sich das rot-weiß-rote Football-Team heuer mit einem dritten EM-Rang die Teilnahme an der Heim-Weltmeisterschaft auch aus sportlicher Sicht.
Fans aus aller Welt werden von 8. bis 16. Juli 2011 in den Stadien in Graz, Innsbruck und Wien für Stimmung sorgen. "Wir haben sogar schon Kartenanfragen aus Japan erhalten", erzählt Verbands-Präsident Michael Eschlböck. Japan? Richtig gelesen, denn die Asiaten holten 1999 und 2003 den Weltmeister-Titel und gehören zu den Favoriten. Bei der letzten WM 2007 nahm erstmals auch Football-Supermacht USA teil und holte erwartungsgemäß den Titel. Und zwar nur mit College-Spielern und ohne den Einsatz hoch bezahlter NFL-Profis. Den anderen Nationen ist das nur recht, bestätigt auch Max Herdey von den Grazer Giants. Der Quarterback der Österreicher meint zur Überlegenheit der Amerikaner: "Würden die USA mit ihren stärksten Spielern kommen, wären die Sanitäter im Dauereinsatz. Nicht nur bei Kollisionen auch beim Spieltempo würden wir klar den Kürzeren ziehen."
Brotloses Hobby
Kein Wunder, ist Football für Österreichs Spieler doch nur ein brotloses Hobby. "Die Spieler werden weder von den Klubs, noch vom Verband bezahlt. Sie opfern für die WM-Vorbereitung sogar ihren Urlaub", sagt Eschlböck. Zudem ist Football in den USA ebenso wie in Japan, Mexiko und Kanada Bestandteil des Stundenplans an Schulen und Universitäten.
Österreichs Chancen hängen auch daher auch von der Gruppen-Auslosung ab. Mit Deutschland hätte man nach der Niederlage im EM-Auftaktspiel noch eine Rechnung offen.














