Stadt bläst zur großen Razzia im Uni-Viertel
Ab sofort gilt in der Party-Meile "Null-Toleranz". Zehn Polizisten mit Hundestaffel patrouillieren bis zum Morgengrauen, damit Anrainer wieder ruhige Nächte haben.

Foto © LeodolterOrdnungswache und Polizei wollen ab nächsten Donnerstag für Ruhe im Party-Viertel sorgen
Die ersten Studierenden kehren schon aus ihrer Sommerpause zurück. Und schon in der letzten Schulferienwoche geht es im Uni-Viertel so richtig rund. Wenn nämlich Tausende entlang der Partylokal-Meile Elisabethstraße die Nacht zum Tag machen und nicht nur in den Bars, sondern auch auf der Straße abfeiern. Seit Jahren heißt es für die gequälten "Schlaflos im Uni-Viertel". Keine der bisherigen Kontrollaktionen, aber auch das Alkoholverbot auf den Straßen, konnten für Ruhe sorgen. Deshalb blasen Stadt und Polizei nun zum Großeinsatz.
Patrouille
Zehn Polizisten mit Hundestaffel, verstärkt um Mitglieder der Ordnungswache werden ab nächster Woche zumindest einmal bis Ende Oktober jeweils Donnerstag bis Samstag von 0 bis 7 Uhr in der Früh auf den Straßenzügen rund um Gecco, Kulturhauskeller, Wartburg, Three Monkeys und Revolution patrouillieren.
"Es gilt ab sofort Null-Toleranz", verspricht Bürgermeister Siegfried Nagl allen Störenfrieden, die das Recht der Bewohner auf ihren Schlaf und ihre Ruhe mit Füßen treten. Und das gilt sowohl für die Nachtschwärmer als auch für die Taxifahrer, die hier alle Regeln der Straßenverkehrsordnung überrollen, mit laufenden Motoren auch in zweiter Reihe stehen und so zu einem großen Teil des nächtlichen Chaos beitragen. Der Einsatz von "Kommissar Rex", also der Hundestaffel, ist für Nagl dabei die wichtigste Verstärkung, da im Ausgehviertel Uniformen allein nicht mehr ausreichend für Respekt und Ruhe sorgen konnten.
Man will nicht gegen die Lokale vorgehen, sondern gegen die Menschen, die bewusst auf der Straße Party machen und wirbeln, heißt es im Rathaus. "Aber wir wollen auch erreichen, das jene Lokale, die bis jetzt keine Türsteher engagiert haben, dies nun nachholen", betont Nagl-Sprecher Thomas Rajakovics.
Auch die Hochschülerschaft (ÖH) will das Partyvolk mit "positive campaigning" zu mehr Ruhe im Univiertel bewegen. Harald Braunstein, erster stellvertretender Vorsitzender der ÖH: "Wir wollen nicht besserwisserisch sein, trotzdem werden wir uns an der Aktion beteiligen und über unsere Homepage und Web 2.0-Medien für ein Fortgehen mit Kultur werben."
















