Erste öffentliche Elefantenrunde der Kleinen Zeitung
Am Freitag ist es so weit: Die Kleine Zeitung präsentiert die sechs Spitzenkandidaten der Landtagswahl in einer öffentlichen Diskussion.

Foto © PrivatDamals ging es sicher nicht um Politik, heute hat sich der Name "Elefantenrunde" für die Diskussion der Spitzenkandidaten vor Wahlen eingebürgert
Eine Diskussionsrunde der Spitzenkandidaten vor wichtigen Wahlen hat in den Fernsehanstalten schon Tradition. Ursprünglich aus Amerika kommend - hier gab es aber meist nur zwei Kandidaten - hat das in den 70er-Jahren das deutsche Fernsehen und später auch der ORF übernommen. Seit einigen Jahren gibt es diese nicht nur vor Nationalratswahlen, sondern auch jeweils am Sonntag vor der Landtagswahl in den Landesstudios.
Diese Elefantenrunden fanden immer ohne Publikum statt. Die Kleine Zeitung geht einen Schritt weiter, präsentiert die Spitzenkandidaten in einer öffentlichen Diskussion: am Freitag, den 3. September, in Graz, in der Helmut-List-Halle ab 18.00 Uhr. Alles natürlich bei freiem Eintritt. Franz Voves (SPÖ), Hermann Schützenhöfer (ÖVP), Claudia Klimt-Weithaler (KPÖ), Werner Kogler (Grüne), Gerhard Kurzmann (FPÖ) und Gerald Grosz (BZÖ) stellen sich nicht nur den Fragen der Redakteure, sondern diskutieren auch miteinander.
Und liefern mit ihren Antworten vielleicht auch Entscheidungshilfen: Der Effekt von Elefantenrunden ist nicht eine direkte Wahlentscheidung, darin sind sich alle Meinungsforscher einig. Vielmehr geht es darum, Aufmerksamkeit zu erregen. Erfahrungsgemäß ist in den Wochen vor der Wahl noch rund ein Viertel aller Wähler unentschlossen. Nicht nur darüber, wen sie wählen sollen, sondern ob sie überhaupt zur Wahl gehen sollen.
Um gerade für diese Gruppe attraktiv zu sein, versuchen alle Spitzenkandidaten, "ihre Botschaft" noch einmal anzubringen. Das nicht zuletzt auch deshalb, weil es laut letzten Umfragen sehr knapp hergeht: Um Platz eins zwischen SPÖ und ÖVP, um die Frage, ob es für die FPÖ zu einem Regierungssitz reicht, bei KPÖ und Grünen geht es um die Nummer eins als Opposition und das BZÖ hofft immer noch auf ein Grundmandat.
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DIE ELEFANTENRUNDE
Der "Erfinder" des Begriffs Elefantenrunde ist nicht bekannt. Erstmals tauchte der Begriff in den 70er-Jahren auf, im Zusammenhang mit den TV-Diskussionen in ARD und ZDF.
Der Begriff bezieht sich eindeutig auf die "Gewichtigkeit", sprich Wichtigkeit der Teilnehmer an solchen Diskussionen. In der Regel sind die Spitzenkandidaten nämlich auch die Chefs der wichtigsten Parteien.
Boykotts solcher Diskussionen gab es in den letzten Jahren immer wieder. Meist waren es die Chefs der Großparteien, die den kleinen so keine Bühne geben wollten.




















