Dickhäuter als Herzensangelegenheit
Abseits von der Zivilisation werden in Thailands Dschungel traumatisierte Zirkuselefanten wieder in die Natur entlassen. Mittendrin statt nur dabei ist mit Teresa Fritsch eine Steirerin.

Foto © PrivatTeresa Fritsch
Man kennt die Bilder von Elefanten, die in Thailand zur Belustigung von und mit Touristen durch die Straßen wandern müssen oder ihr Dasein in einem Zirkuszelt fristen. Doch was passiert mit den Dickhäutern, wenn sie sich ihrem Lebensabend nähern? Ein Auswilderungsprojekt des Kanadiers Jeff Smith sorgt sich im thailändischen Dschungel um die oft traumatisierten Tiere - mittendrin statt nur dabei ist die Grazerin Teresa Fritsch.
"Seit Juli lebe ich fernab von jeder Zivilisation in dem Bergdorf Huay Pakoot in den Bergen Nordthailands", berichtet die studierte Zoologin und geprüfte Wildnisführerin. Weil ihr dir Tiere eine echte Herzensangelegenheit sind, fällt es der 28-Jährigen auch nicht schwer, auf Komfort zu verzichten. So wird in Bambushütten gewohnt und mit Wasser aus Regentonnen geduscht. Internet und Handyempfang sind im Dschungel selbstredend Fremdwörter.
"Meine Aufgabe ist es, Freiwillige, die zu unserem Projekt stoßen, in das Team einzugliedern und gemeinsam mit ihnen das Sozialverhalten der Elefanten zu studieren", erklärt Teresa Fritsch. Und Erfolge sind tief im Dschungel schon bemerkbar: Auch wenn die Tiere aufgrund ihrer Vorgeschichte nie mehr ganz selbstständig leben werden können, lernen sie laut der Steirerin ganz langsam, ihrer wieder erlangten Freiheit zu trauen. "Die Elefanten werden fühlbar entspannter, weil sie wieder großteils frei im Dschungel leben können", meint die Grazerin, die noch mindestens ein Jahr - nur gegen Kost und Logis - dort arbeiten will: "Natürlich vermisse ich Freunde, Familie und mein Hobby Taekwondo. Aber ich habe das Gefühl, dass ich es im paradiesischen Dschungel noch sehr lange aushalten kann, weil ich hier einfach meinen Traumjob gefunden habe.

















