Wer hat an der Uhr gesägt?
Der Uhrturm wird bis 2011 saniert. Drei Jahre länger als geplant.

Foto © Sabina HoffmannDie feuchten Uhrturmmauern trocknen nur langsam
Wie schnell die Zeit doch vergeht. Aber zugegeben, der Plan war auch ambitioniert. Nach wenigen Monaten wollte man 2008 mit der Sanierung des Uhrturms fertig sein. Ein paar Probebohrungen da, ein bisserl Verputzen dort, und schon ist's wieder schön, unser Wahrzeichen mit der bröckelnden Fassade und den feuchten Mauern. Doch erst jetzt, drei Jahre später, ist ein Ende in Sicht. Nur zu sehen ist davon noch wenig.
Entsalzen
Nach der Sanierung des Wehrgangs (im Vorjahr abgeschlossen) ist nun das Mauerwerk des Turms das Problem. "Der Uhrturm hat keine Regenrinne und die Mauern stehen nicht senkrecht. Wir haben es also mit Spritzwasser zu tun. Der Salzgehalt innerhalb der vier Meter dicken Mauern ist ebenfalls zu hoch", erklärt Liegenschaftsdirektor Karlheinz Fritsch. Im Herbst wird deshalb der zweite "Opferputz" aufgetragen. "Dieser wird im Frühjahr entfernt, da er nur dazu dient, den Salzgehalt zu minimieren."
Fakten
700.000 Euro kostet die Sanierung. Erste Bohrungen fanden im Herbst 2007 statt. Die Maßnahmen seitdem: Wehrgang, Spezialputz und Kollektorgang.
Außerdem wird ein vier Meter tiefer Kollektorgang ums Wahrzeichen angelegt. Dadurch kommt es zur natürlichen Belüftung des Sockelbereichs. "Dieser Gang wird später nicht sichtbar sein, und im Frühjahr 2011 werden dem Opferputz auch der endgültige Putz sowie die Bemalung mit dem Originalfarbton folgen", verspricht Fritsch. Bis dahin wird die Uhrturmsanierung aber auch statt der geplanten 500.000 Euro 700.000 Euro kosten. Dafür hält das Ganze laut Liegenschaftsdirektor "aber auch mindestens 300 Jahre."
Features
Fakten
300 Jahre lang soll der Uhrturm nicht mehr restauriert werden. Kern der Schutzmaßnahmen: Die Feuchtigkeit muss vom Mauerwerk endgültig ferngehalten werden.
















