Neue Töne: SPÖ und ÖVP medienscheu
Franz Voves und Hermann Schützenhöfer zögern mit Zusage für Wahldiskussion in ATV. "Offensichtlich ist es noch nicht angekommen, dass es in Österreich auch Privatsender gibt", so ATV-Nachrichtenchef Millecker.

Foto © ATVModeratorin Sylvia Saringer diskutiert auch ohne SPÖ und ÖVP
"Ich verstehe es einfach nicht", sagt ATV-Nachrichtenchef Alexander Millecker. Schon vor Wochen habe man Landeshauptmann Franz Voves und dessen Stellvertreter Hermann Schützenhöfer zur ersten Elefantenrunde im heimischen Privatfernsehen im Zuge einer Landtagswahl eingeladen. Eine Zusage des Duos für "Am Punkt spezial" (22. September, live um 21.50 Uhr) blieb bis dato aus.
"Man hat bei SPÖ und ÖVP nicht das Gefühl, dass es sich um Parteien im Wahlkampf handelt. Offensichtlich ist es bei ihnen noch nicht angekommen, dass es in Österreich auch Privatsender gibt", sagt Millecker. Für die Livesendung aus den Grazer Kasematten hat ATV vorerst die Zusagen der Spitzenkandidaten von KPÖ, FPÖ, BZÖ und den Grünen. Von den Großparteien erwartet man sich alsbald eine Antwort, denn punkto programmtechnischer Planung muss demnächst Klarheit herrschen. ",Am Punkt' ist die einzige Sendung zur Steiermarkwahl, die österreichweit ausgestrahlt wird, und dieser Urnengang ist ein politisches Großereignis, das auch bundespolitische Auswirkungen haben kann", ergänzt Millecker. Das Format erreicht mit spezifischen Themen (etwa Pleitefall Kärnten, OÖ-Wahl) bis zu 16 Prozent Marktanteil im jeweiligen Bundesland.
"Ein bisschen viel"
Auf das Zögern der SPÖ angesprochen, sagt Voves-Sprecher René Kronsteiner: "Es wird alles ein bisschen viel", und verweist etwa auf Diskussionen beim ORF Steiermark und der Arena der Kleinen Zeitung (3. September, 18 Uhr, List-Halle in Graz). "Am Montag wird eine Entscheidung fallen." In ÖVP-Kreisen geht man nicht davon aus, dass Schützenhöfer in "Am Punkt" mitdiskutieren wird, weil am selben Abend "Das Duell" im ORF Steiermark stattfindet. Die Volkspartei spekuliert damit, Klubobmann Christopher Drexler zu entsenden. Doch dann bleibt der Platz der ÖVP leer - ATV akzeptiert nur den Spitzenkandidaten.














