K.O.-Tropfen in Graz: Polizei rät zur Vorsicht
Laut dem LKH Graz werden immer wieder mögliche Opfer von K.O.-Tropfen mit teils besorgniserregenden Zuständen eingeliefert. Laut Polizei sei vor allem in Discos Vorsicht geboten.

Foto © Weichselbraun/Sujet
In Grazer Lokalen soll es vermehrt zum Einsatz von so genannten K.O.-Tropfen kommen, befürchtet Andreas Lueger, Leiter der Notaufnahme am Grazer LKH. Allein im heurigen Jahr seien drei Opfer in lebensbedrohlichen komatösen Zuständen eingeliefert worden, so Lueger im ORF Steiermark Interview. Weitere drei seien selbstständig mit unerklärlichen Blackouts in die Notaufnahme gekommen.
Auch Maximilian Ulrich von der Sicherheitsdirektion Steiermark kennt das Problem. Immer wieder werden K.O.-Tropfen-Fälle angezeigt, jedoch nicht im besorgniserregenden Ausmaß. Ulrich weist jedoch darauf hin, dass der Nachweis der Tropfen sehr schwierig ist und dadurch auch nur wenige Fälle zur Anzeige gebracht werden können. Mit einem Drogentest kann der Wirkstoff nicht nachgewiesen werden, dazu ist eine gerichtsmedizinische, spezialtoxikologische Untersuchungen nötig. Er geht also von einer höheren Dunkelziffer aus. Auch eine Studie aus Deutschland würde das belegen.
Vorsicht geboten
Ulrich rät vor allem Frauen und Jugendlichen in Discos und Lokalen ihre Getränke immer im Auge zu behalten und bei einem Verdacht sofort zur Polizei zu gehen.
















