"Fahnenneid" beschäftigt Strafrichter
Jene Steirer, die 2009 einem Austria Kärnten-Fan nach einem Sieg gegen Sturm Graz die Fahnen abnahmen, mussten eine Geldbuße von 1500 Euro zahlen. Bei der Verhandlung am Dienstag war der Gerichtssaal nahezu leer.

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Das waren Zeiten! Im März 2009 besiegte der Fußballklub Austria Kärnten in Klagenfurt die Mannschaft von Sturm Graz. Der 4:2-Sieg ärgerte drei steirische Fans so sehr, dass sie einem Techniker aus dem Lavanttal nach dem Match einfach die Klubfahnen wegnahmen. Die Polizei setzte eine Fahndung in Gang. Auf der Autobahn Richtung Steiermark wurden die drei Männer im Alter von 20 bis 37 Jahren gestellt. Die Exekutivbeamten waren nämlich ursprünglich von einem Raub ausgegangen.
Gerichtssaal fast leer
Jetzt wird der Fall vom Landesgericht in Klagenfurt bearbeitet, allerdings "nur" als Nötigung. "Die Beschuldigten sagten, es sei in Fußballkreisen durchaus Brauch, dem gegnerischen Verein die Fahnen zu nehmen", erklärte Richter Michael Schofnegger im fast leeren Gerichtssaal. Denn der dritte der Angeklagten hatte sich nicht blicken lassen, weshalb er erneut vorgeladen werden muss. Die beiden anderen Steirer haben ihre Strafe bereits diversionell erledigt. Sie zahlten eine Geldbuße von je 1500 Euro, gelten damit nach wie vor als unbescholten.















