Magna drehte in die schwarzen Zahlen
Halbe Milliarde Gewinn. Kräftige Zuwächse in Graz. Frank-Stronach-Institut holt die Energie Steiermark als neuen Partner an Bord.

Foto © APA/KEBA Energie Steiermark will die E-Mobility im Grazer Alltag testen
WIEN, GRAZ. Der austrokanadische Autozulieferer Magna konnte heuer im ersten Halbjahr kräftig zulegen und schreibt nach Verlusten im Vorjahr wieder Gewinne. Auch in Graz wurde wieder deutlich mehr produziert. Die Umsätze von Magna International kletterten konzernweit um 59 Prozent auf 11,56 Milliarden US-Dollar (umgerechnet 8,8 Milliarden Euro), das Betriebsergebnis verbesserte sich um mehr als eine Milliarde auf 658 Millionen Dollar nach einem Minus von 467 Millionen im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Nach einem Verlust von 405 Millionen weist der Konzern per Ende Juni 2010 einen Gewinn von 516 Millionen aus. Für das Gesamtjahr erwartet Magna einen weltweiten Umsatz von 22 bis 23 Milliarden Dollar.
Im Grazer Magna-Steyr-Werk hat sich die Lage auch deutlich gebessert, bis Ende Juni konnten 40.352 Fahrzeuge produziert werden. Das war ein Anstieg von 55 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2009. Aufgrund von Neuanläufen dürfte die Produktion auch in der zweiten Jahreshälfte weiter steigen, wurde die Erzeugung des "Mini Countryman" doch gerade erst hochgefahren. Positiv auswirken dürfte sich auch das neue Peugeot-Sportcoupe RCZ und der neue Aston Martin.
40 Strom-Tankstellen
Eine Erfolgsmeldung gibt es auch von einer anderen Magna-Abteilung: Das Frank-Stronach-Institut an der TU Graz weitet seine Elektro-Aktivitäten deutlich aus und hat die Energie Steiermark als Partner geholt. "Durch die jüngsten Entwicklungen, insbesondere bei E-Car Systems in Graz, freut es uns besonders, einen Energieversorger mit dabei zu haben", kommentiert Magna-Repräsentant Markus Tomaschitz die Verstärkung. Seitens der Estag erklärte Vorstandssprecher Oswin Kois, der Schritt bedeute eine Fokussierung der gemeinsamen Innovationsprojekte. Zusammen mit Magna wird die Estag in den nächsten Monaten Flottentests mit 30 E-Fahrzeugen durchführen, vereinbart wurde die Errichtung von vorerst 40 Ladestationen im Großraum Graz, um die künftige "elektrische Betankung" korrekt zu erproben.

















