Sprung von Murbrücke: Mann wurde abgetrieben
In Graz ist am Samstag ein 36-jähriger Mann von der Hauptbrücke in die Mur gesprungen. In einer spektakulären Rettungsaktion konnte der Verletzte aus dem Wasser geholt werden. Trotz Hilferufe war keiner der zahlreichen Schaulustigen bereit, dem Mann zu helfen.

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Ein 36-Jähriger, der in einem Caritasheim lebt, ist am Samstag gegen 18.30 Uhr von der Hauptbrücke aus einer Höhe von ca. acht Metern in die Mur gesprungen, um schwimmen gehen. Die Absprungstelle wählte der polnische Staatsbürger bewusst, um sich nach dem Sprung an einer Fangleine für Wellenreiter, die sich an der südlichen Brüstung der Hauptbrücke befindet, festzuhalten. Aufgrund der starken Regenfälle hinderte die starke Strömung den Mann daran, sich an der Fangleine festzuhalten. Er wurde 130 Meter, bis zu einem Felsen unter dem östlichen Brückenkopf der Tegetthoffbrücke abgetrieben, wo er sich beim Aufprall eine Oberschenkel- und Kniescheibenfraktur zuzog.
Der Mann gab an, schon mehrmals auf diese spektakuläre Weise in die Mur gesprungen zu sein. Er habe jedoch den derzeit hohen Wasserstand unterschätzt. Der Verletzte wurde von der Grazer Berufsfeuerwehr geborgen und vom Österreichischen Roten Kreuz in das LKH Graz gebracht.
Sowohl an der Tegetthoffbrücke als auch an der Hauptbrücke und der östlichen Uferpromenade fand sich eine große Menschenmenge Schaulustiger ein, die nicht bereit war, der verletzten Person - trotz Hilferufe - die erforderliche Hilfe zu leisten.

















