Initiativen lassen Berufstätige in Steiermark und Salzburg aufsatteln
Berufstätige aufs Rad zu bringen ist Ziel der Aktion "Wer radlt gewinnt", bei der heuer in der Steiermark 1.507 aus 90 Betrieben und Institutionen mitgemacht haben.

Foto © AP
17 Prozent entdeckten das Bike für den Weg zur Arbeit neu oder wieder. Im Juli startete das Mitmach-Format, das Gesundheitsförderung mit Klimaschutzzielen verbinden soll, auch in Salzburg.
"Turbo Twins", "Stadt Flitzer" oder "Flotte Bienen" nannten sich die Zweier-Teams, die in der Steiermark im Mai und Juni an den Start gingen. Ihre Aufgabe: Den Arbeitsweg an der Hälfte der Tage mit dem Fahrrad bewältigen. Zum Schluss wurden schöne Preise verlost.
"Es profitieren nicht nur die Teilnehmenden und ihre Fitness, auch der Arbeitgeber - durch weniger Parkplatzbedarf für Autos, weniger Krankenstandstage und höhere Produktivität der gesünderen Mitarbeiter", bilanzierte Claudia Anacker von der Forschungsgesellschaft Mobilität FGM. Neben der FGM, die das Format 2003 aus Deutschland adaptiert hat und in der Steiermark und nun auch in Salzburg abwickelt, fungierte die Radlobby Argus als Veranstalter. "Uns ist es wichtig, dass praktizierende Alltagsradler bestätigt und neue gewonnen werden", so deren Steiermark-Obfrau Heidi Schmitt in einer Aussendung. Unterstützung kam heuer über das EU-Programm "Healthy Region" und vom Umweltressort der Stadt Graz. Vom Land Steiermark wurde ein ähnliches Format in Schulen initiiert.
In Salzburg läuft die Aktion bis Ende Oktober im Rahmen des innerbetrieblichen Mobilitätsmanagements, Salzburger Gebietskrankenkasse (SGKK), Stadt und Land Salzburg sowie Landeskliniken und Salzburg AG haben zum Mitradeln aufgerufen. Obwohl bereits 30 Prozent der Stadtbediensteten bereits das Rad für den Arbeitsweg nutzen, ortet Radverkehrskoordinator Peter Weiss noch großes Potenzial. SGKK-Direktor Harald Seiss betonte den sozialen Effekt: "Durch das Team-Modell wird die Kommunikation untereinander verstärkt, die Motivation erhöht. Und es ist auch die Kontrolle da, dass man es wirklich tut, zumal gemeinsam ein Fahrtenbuch geführt wird."















