Der Grüne tritt bewusst anders auf
Gute Botschaften, aber gestalterische Mängel beim Plakat der Grünen mit Werner Kogler.

Foto © Die Grünen
GRAZ. Wer Werner Kogler, den Spitzenkandidaten der Grünen, kennt, mag sich über das geradezu liebliche Porträtfoto auf dem ersten Wahlplakat der Grünen wundern. Doch Sophie Karmasin vom Wiener Institut "Karmasin Motivforschung" interessieren mehr die versteckten Botschaften, welche dieses Plakat transportiert.
Gestaltung. Das ist kein klassisches Wahlplakat, es ist anders, als man es erwarten würde, und fällt deshalb auf. Inhaltlich ist es gut gemacht mit wenig Text und der Farbgebung, die auf Kontraste setzt. Gestalterisch verwundern die unterschiedlichen Schriftgrößen etwas.
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Thema. Hier wird ein Persönlichkeitswahlkampf geführt, weil die Person des Kandidaten so deutlich hervorgehoben wird. Das ist auch deshalb von Bedeutung, weil die steirischen Grünen zunächst mit einem anderen Spitzenkandidaten in die Wahl gehen wollten und Kogler erst spät ins Rennen schickten.
Aussage. Die drei knappen Wortbotschaften sollen die persönlichen Stärken dieses Politikers vermitteln. Sie sind als bewusster Kontrast zu dem zu sehen, was ÖVP und SPÖ im Wahlkampf vermitteln. Sie können durchaus als stimmige Grün-Themen verstanden werden. Besonders die Kombination von "offen" und "echt" steht für diese Positionierung. Sie vermittelt dem Betrachter, dass die anderen nicht offen und echt sind, gewissermaßen eher Packler und Bürokraten.
Distanz zum Wähler. Die Betonung der Person rückt die Grünen etwas in den Hintergrund. Der Eindruck ist, dass diese Machart des Plakats noch nicht der letzte Wurf gewesen sein kann.
Features
Analyse der Wahlplakate
Analyse
Der Landtagswahlkampf kommt immer mehr in Fahrt. Kommunikationsexpertin Sophie Karmasin analysiert für die Kleine Zeitung die Plakate der Parteien.















