"Zeit für Graz": 20 Vorhaben sind derzeit in Umsetzung
Leitprojekt für Bürgerbeteiligung kommt endlich in die Gänge. 7,3 Millionen Euro werden investiert.
Bei aller Euphorie - als gestern die Beteiligten des "Zeit für Graz"-Projektes eine erste Bilanz zogen, verhehlten sie nicht, dass im Zuge der groß angekündigten Bürgerbeteiligung nicht alles so ganz rund lief. Aber, so fasste es Raimund Berger, Sprecher des Beirates, zusammen: "Die Zusammenarbeit gestaltet sich zunehmend positiv."
Bereits 2006 hatte man ja zur großen Planungswerkstatt "Zeit für Graz" geladen. Rund 1300 Grazerinnen und Grazer nahmen an und erklärten in über 300 Fällen, wo ihrer Meinung nach in der Stadt der Schuh drückt. Doch dann kam lange nichts, wie viele kritisierten - und gestern auch Bürgermeister Siegfried Nagl zugab: "Wir haben ja nacheinander zwei Stadtsenatsmitglieder verloren, das hat alles verzögert."
Mittlerweile sei daraus aber das Forum "Mehr Zeit für Graz" entstanden - und immerhin 20 konkrete Vorhaben seien bereits in Planung oder gar schon in Umsetzung: Das geht von der Verkehrsberuhigung rund um die Mozartgasse über die Neugestaltung der Annenstraße bis zur Broschüre für Migranten. Insgesamt werden dafür vorerst 7,3 Millionen Euro eingesetzt.
Bürgermeister Nagl dankte allen Aktivbürgern ausdrücklich für deren Engagement: "Manches Rädchen läuft nun anders." MICHAEL SARIA

















