Kein Ausverkauf der Grazer Kasernengründe
Das Heer will sich in Graz lediglich von der Hummelkaserne trennen. Die Kirchnerkaserne und den Fliegerhorst Nittner am Thalerhof will man weiter selbst nützen.
Immobilienhaie und Investoren haben sich die Adressen längst in ihren Notizblöcken rot angestrichen. Doch aus dem rigorosen Abverkauf der Heeresliegenschaften im Raum Graz wird vorläufig nichts. Lediglich die Hummelkaserne in Wetzelsdorf wird in absehbarer Zeit auf den Markt geworfen. Und der Stadt Graz würde diese Fläche, die ja unmittelbar an die Reininghausgründe angrenzt, gut ins Konzept passen. "Wir haben unser Interesse längst deponiert", versichert VP-Bürgermeister Siegfried Nagl.
Nach einem Gespräch mit einem hohen Militär zeigt sich der Grazer Stadtchef erfreut über die Entwicklung in dieser Causa. Nagl: "Es wird versichert, dass der Fliegerhorst Nittner, wo ja noch die alten Saab 105 gewartet werden, und die Kirchnerkaserne auf längere Sicht Heereseigentum bleiben." Die Pläne von Investoren, am Thalerhof eine Antonov-Flugzeugwerft zu errichten, hätten sich zwar zerschlagen, die Stadt hätte aber ohnehin Interesse an diesem Areal zur Arrondierung des Flughafens, sollte es einmal so weit sein. Bei der Kirchnerkaserne, die ja noch relativ viel Grünflächen aufweist, sei nun einmal die Gefahr gebannt, dass die Fläche von Großinvestoren "zubetoniert" wird.
Bleibt die längst ausgediente Hummelkaserne in der Peter-Rosegger-Straße in Wetzelsdorf, die vom Heer nur mehr als Gerätelager genutzt wird. Die Stadt Graz hat ja bei der Erstellung des Rahmenplanes für die Reininghausgründe auch dieses Areal mit einbezogen. "Sollten wir Reininghaus von der Asset One erwerben, würde natürlich die Hummelkaserne ideal dazupassen", erklärt der Bürgermeister. Ob dort Gemeindewohnungen oder etwas anderes angesiedelt werde, könne man jetzt noch nicht sagen. Aber natürlich gäbe es auch andere Interessenten für diese Liegenschaft, man müsse die Ausschreibung abwarten.
















