2000 folgten dem "Hoff"
David Hasselhoff will zurück an die Promispitze. Und gab dafür im Murpark in Graz Autogramme.

Foto © Sabine HoffmannDavid Hasselhoff kam am Donnerstag für einen zweistündigen Blitzbesuch in die Murmetropole
The Hoff is back". Punkt 16 Uhr geht ein Aufschrei durch den Grazer Murpark. Begleitet von der Titelmelodie seiner TV-Serie "Baywatch" kämpft sich David Hasselhoff, der berühmteste TV-Bademeister der Welt, in Richtung Bühne. 2000 Schaulustige und echte Fans zücken die Kameras. Vereinzelt als "Rettungsschwimmer von Malibu" Verkleidete rücken ihre roten Badehosen zurecht, ein junger Mann trägt stolz eine etwas ramponierte "Knight-Rider"-Schultasche, auf der sich der Amerikaner später verewigt. Einige der Autogrammjäger prosten ihm sogar mit Bierflaschen zu. Ja, der "Hoff" ist zurück. Der Beigeschmack dieser Wiedergeburt ist im Abgang aber bitter.
Der Auftritt des Ex-Serienstars und Sängers sollte seine Rückkehr auf die internationale Showbühne einläuten. "Ich komme im nächsten Frühjahr mit meiner Welttour als Sänger wieder", erzählte der inzwischen 57-Jährige hinter den Kulissen des Einkaufstempels. Samt seinen Töchtern Taylor und Hayley als Vorgruppe, die während seines Graz-Besuchs in Velden für einen gemeinsamen Auftritt bei der Starnacht am Wörthersee probten.
Aus ihnen, das ist sich der "Hoff" sicher, wird etwas Großes. Deshalb treibt er auch ihre Gesangskarriere voran. "Taylor wird die neue Scarlett Johansson. Es ist unglaublich, wie talentiert sie ist", sprudelt es hektisch aus ihm heraus. Der mehr als einwöchige Besuch in der Alpenrepublik wird deshalb dokumentiert. Hasselhoff brachte ein US-Kamerateam mit, dass derzeit die letzte Folge einer "Reality"-Serie über seinen Alltag als alleinerziehender Vater trägt.
"Es ist nicht so arg wie die Osbournes und nicht so peinlich wie die Lugners", betont sein Manager Herbert Fechter. Im Herbst soll das Ergebnis auch in Österreich zu sehen sein. Hasselhoff strahlt. Und blättert in seiner Autobiografie "Wellengang meines Lebens", die in dem Rummel fast unterging. Darin beschreibt er seine schwersten Zeiten. Alkoholsucht, Scheidung, Skandale. Das alles habe er inzwischen im Griff. "Wir können heute über alles lachen", meint er. Und strahlt wieder.
Zurück im hektischen Treiben des Einkaufszentrums. Hasselhoff greift unaufgefordert zum Mikrofon und trällert "I've Been Looking for Freedom". Die Menge stimmt jubelnd ein. Eine Stunde lang posiert der Kultstar für Erinnerungsfotos, kritzelt Autogramme. Danach verschwindet er wieder in Richtung Kärnten zu seinen Töchtern.
Und, wer weiß, vielleicht auch in ein neues Leben.


















