Herzverband hat schon Defi-Kataster
Seit rund zwei Jahren arbeitet der Herzverband an Grazer Liste, die auch auf Graz-Online steht.
Für Verärgerung sorgte der Vorstoß von VP-Gemeinderätin Verena Ennemoser für die Erstellung einer Liste der Defibrillatorenstandorte (wir berichteten) beim Steirischen Herzverband. Denn beim Verband arbeitet man seit rund zwei Jahren an dieser Liste, auch mit finanzieller Unterstützung durch das Grazer Gesundheitsamt. Die Liste ist auch auf der Homepage der Stadt Graz (www.graz.at) abrufbar.
"Unsere Mitarbeiter haben ehrenamtlich bei vielen Firmen, Institutionen und öffentlichen Stellen versucht, in Erfahrung zu bringen, ob Defis vorhanden sind", erklärt Herzverband-Präsidentin Jutta Zirkl. Die "sicher nicht vollständige Liste" sei vor einiger Zeit dem Gesundheitsamt zur Verfügung gestellt worden.
"Ich habe diesen Antrag nur eingebracht, weil bei einem von mir organisierten Erste-Hilfe-Kurs vom Roten Kreuz dieser Wunsch nach einer Liste vorgebracht wurde. Der Antrag im Gemeinderat wurde auch von der SPÖ, zu der das Gesundheitsamt ressortiert, unterstützt. Mit keinem Wort wurde die vorhandene Liste erwähnt", verteidigt sich Ennemoser. Und auch Bernt Senarclens de Grancy, Leiter der Rotkreuz-Landesleitstelle, versichert, nichts von der Liste gewusst zu haben.
Der neue SP-Gesundheitsstadtrat Karl-Heinz Herper hat sich jetzt vermittelnd eingeschaltet. Demnächst wollen sich alle Beteiligten zusammensetzen, um ein gemeinsames Vorgehen zu besprechen. HANS ANDREJ
















