Stierblut und totes Huhn als "Gegenzauber"
Um seine Schmerzen wegzubekommen griff Südsteirer zu faulem Voodoo-Zauber. Ein Freund, der beim "Gegenzauber" half, kam mit einer Geldstrafe davon.

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GRAZ. Mit faulem Voodoozauber wollte ein Steirer Anfang des Jahres einen in der Steiermark lebenden Bosnier einschüchtern. Ein totes, blutverschmiertes Huhn vor der Haustür, ausgeschüttetes Stierblut im Schnee, das Ganze garniert eindeutigen Bildern und drohendem Text brachten ihn nun vor Richterin Gudrun Schmitt.
Dem Ganzen geht eine lange Hassbeziehung mit Beschimpfungen und wechselseitigen Anzeigen voraus. Der Angeklagte hatte Schmerzen im Knie. "Im Haus war es nicht auszuhalten. Meine Frau hatte Angst, mein Kind auch." Grund - davon war er überzeugt - war ein Voodoo-Zauber des Bosniers.
Ein Freund, der beim "Gegenzauber" half, kommt mit einer Diversion, also ohne Verurteilung, aber mit Geldbuße davon, ebenso die Gattin des Erstangeklagten. Er nicht, dafür kommt zu viel zusammen: Neben der gefährlichen Drohung - in Form des Voodoo-Zaubers - auch noch Verleumdung und falsche Beweisaussage.
Einen "Blödsinn" nennt er das heute und kann sich nicht genug entschuldigen. Der bedrohten Familie wird die Aussage erspart. Acht Monate bedingt lautet das Urteil. "Irgendwann muss Schluss sein!", mahnt die Richterin. "Danke." - "Sind die Schmerzen wenigstens weg?" - "Momentan ist Ruhe!", sagt er und nimmt das Urteil an.















