Kaiserliche Musensöhne

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GRAZ. Wenn man auf dem interpretatorischen Niveau des Clemencic Consorts kaiserliche Kompositionen der Barockzeit hört, dann bleibt beim Gedanken an die musischen Kräfte heutiger Staatenlenker ein schales Gefühl zurück.
Durch das überaus aufschlussreiche "styriarte"-Konzert, das Rene Clemencic (Foto) mit seinem Consort im Mausoleum gab, konnte man anhand der Kompositionen der Kaiser Ferdinand III., Leopold I. und Joseph I. die Entwicklung vom Früh- zum Hoch- und Spätbarock mitvollziehen; auf einem schlichten, soliden Niveau, über das einzelne Werke Leopolds hinauswiesen. Die Ensembleleistung war, bei großer Individualität jedes Mitglieds, unnachahmlich. Wann hörte man je eine Viola (Herbert Lindsberger) prägnanter, wann auch so klare, elastische Singstimmen (Katerina Beranova, Gernot Heinrich) integrierter?
















