Runde zwei im Dom-Streit
Spielstätten vs. Veranstalter: Jetzt melden sich die ersten Clubber im Kampf um den Dom im Berg. Sogar ein Rechtsanwalt ist eingeschaltet.

Foto © BauerIm Dom steht Wort gegen Wort
Erst äußerte sich Spielstätten-Geschäftsführer Christoph Thoma über Schäden im Dom im Berg und offene Rechnungen der Clubbing-Veranstalter (wir berichteten). Jetzt schlagen diese zurück. Der neue Streitpunkt: angebliche Ungereimtheiten in den Verträgen, die sie vorgelegt bekommen. Jan Moser und Gabor Knorr vom Verein "Nukleon Productions", die das Tanzvolk unter anderem zu "sorry we're minimal" oder "Nukleon" laden, lassen den Fall nun von einem Rechtsanwalt prüfen.
Angeblich doppelt verrechnete Reinigungskosten und eine Anhebung der Miete samt Nebenkosten auf rund 3.500 Euro brachten das Fass für sie zum Überlaufen. Außerdem sind die beiden darüber verärgert, dass Reservierungen nur zwei Wochen lang verbindlich gelten, also jederzeit kündbar wären. Dazu komme außerdem, dass kaum eine Rechnung richtig ausgestellt sei. "Wenn das so weiter geht, hören wir nach diesem Jahr auf", betont Moser alias DJ Maruk.
Wort gegen Wort
Ihre Vermutung sei ohnehin, dass Thoma sie aus dem Berg vertreiben will. "Er hat uns klar gesagt, dass er seine eigenen Pläne hat", meinen sie. Eine für Mai angesetzte Gesprächsrunde, die Thoma mit Veranstaltern und Politikern führen wollte, kam nie zustande. "Er hat sich einfach nicht mehr gemeldet", so Moser.
Thoma selbst behauptet das genaue Gegenteil. "Ich habe keine Rückmeldungen auf die Einladung bekommen. Außerdem habe ich heuer ein meiner Meinung nach gutes Gespräch mit Herrn Moser geführt", meint er. Der runde Tisch sei nicht zustande gekommen, weil man die Probleme erst in Vieraugengesprächen klären wollte. Fehler in Rechnungen könnten vorkommen, würden aber immer sofort korrigiert. "Außerdem stimmt es nicht, dass ich die Clubber aus dem Dom vertreiben will. Das ist nichts anderes als eine Unterstellung."

















