Ferienticket sorgt weiter für Ärger
Doppelter Preis für neues Verbund-Ferienticket ärgert viele betroffene Familien. Grazer SPÖ verlangt eine finanzielle "Entschuldigung".
Für erboste Reaktionen sorgt weiterhin die Erhöhung des Preises für das Verbund-Ferienticket. Wie berichtet, kostet dieser Fahrschein für den heurigen Sommer 39,90 Euro, im Vorjahr waren es 19,90 Euro. Tenor der zahlreichen Beschwerden in unserer Redaktion: Dass das neue Ferienticket ohne Zeitlimit ganztägig und auch für ÖBB-Züge (allerdings nur mit ÖBB-Vorteilscard) gültig ist, rechtfertige keineswegs die Preiserhöhung um satte 100 Prozent.
Die Grazer SPÖ will diese Verdoppelung des Preises nicht so einfach hinnehmen. SP-Chef Stadtrat Wolfgang Riedler kritisiert: "Die Verkehrsreferentin Vizebürgermeisterin Lisa Rücker und Jugend-Stadtrat Detlev Eisel-Eiselsberg haben diese Erhöhung schlichtweg verschlafen. Das ist für viele betroffene Familien eine enorme finanzielle Mehrbelastung."
Riedler und SP-Klubobmann Karl-Heinz Herper fordern daher eine "Entschuldigung" und bereiten eine diesbezügliche Initiative für die nächste Gemeinderatssitzung vor. Die "Entschuldigung" soll so aussehen: Jede Familie soll pro gekauftem Ferienticket ein Gratis-Wochenende in einem der städtischen Freibäder genießen dürfen. Und die Fahrten zu den Ferienaktionen des Sport- und Jugendamtes sollten ebenso gratis sein wie jene für Kinder, die im Sommer Horte besuchen.
Das Ferienticket gilt für alle Jugendlichen bis zum vollendeten 20. Lebensjahr. Kinder und Jugendliche bis zum 15. Lebensjahr fahren in den Sommerferien auf allen städtischen Linien allerdings ohnehin gratis.















