Wirbel um Ausgliederung von Joanneum-Institut
Rund zwei Jahre hat man bei Joanneum Research (JR) an der Umstrukturierung gearbeitet, doch zuletzt gab es noch Wirbel.

Foto © Erwin Scheriau
Bei der geplanten Ausgliederung des bisherigen Institutes für Nichtinvasive Diagnostik drohten mehrere Mitarbeiter auf der Strecke zu bleiben. Am Mittwoch wurde die Form der Ausgründung - es muss also künftig auf eigenen Beinen stehen - so beschlossen, dass die Arbeitsplätze erhalten bleiben.
Mit 1. Juli soll damit die Neustrukturierung des JR abgeschlossen sein. Forschungslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder hatte vorgegeben, dass die vielen Institute in fünf Großeinheiten zusammengefasst werden. Damit sollen "kritische Massen" erreicht werden. Außerdem muss das Joanneum künftig noch mehr Geld aus "echten" Aufträgen lukrieren. "Für einen Euro Basisfinanzierung vom Land müssen wir 1,33 Euro Wirtschaftsaufträge erzielen", erklärt Geschäftsführer Bernhard Pelzl.
Das könne das Institut für Nichtinvasive Diagnostik laut Pelzl nicht erfüllen, es müsse daher ausgegründet werden. Institutschef Maximilian Moser sieht das nicht so: "Wir haben 700.000 Euro erwirtschaftet." Unklar blieb, wie Joanneum Research dem Institut weiter unter die Arme greift, denn die laufenden Aufträge sind ja über das JR gelaufen. Sieben Arbeitsplätze waren gefährdet. "Es wurde heute vereinbart, dass das Energieinnovationszentrum Gesellschafter wird, aber es ist ein Ringen um jeden Euro", sagte gestern Moser.
Friktionsfrei verlief die Umstrukturierung auch sonst nicht: Michael Steiner, Leiter des Institutes für Technologie- und Regionalpolitik, wurde gekündigt. Künftig soll es keine jährlichen Budgetzuweisungen mehr geben, sondern längerfristige Zusagen. An dem Usus der (großkoalitionären) Doppel-Geschäftsführer-Spitze wurde freilich nichts geändert.
















