Wesentlich ist die Partitur
Renommiert ist das RSO Berlin auch im Musikverein für Steiermark, seit es 1971 unter Lorin Maazel im Stephaniensaal debütierte.

Foto © MusikvereinMarek Janowski
Seit 2002 sorgt der 71-jährige uneitle Chefdirigent auf Lebenszeit, Marek Janowski, für steigendes Renommee dank kluger Beethoven- bis Hindemith-Exegese.
Janowski geht in Ludwig van Beethovens 2. Symphonie D-Dur (1802) den Innovationen Beethovens auf den Grund und zeigt, dass d-Moll durchaus neben tänzerischer Beschwingtheit stehen kann und Polyphonie und Sonatensatz ineinander wachsen können. Alles klingt durchsichtig, bis auf zwei Hornausrutscher. Janowskis Tempi liegen zwischen Schuricht und Leibowitz, also in unpathetischer Tradition.
Die Patina des Konzertschlagers entfernt er energisch auch von der "Symphonie fantastique" (1830) des Hector Berlioz. In schöner Kapellmeistertradition stellt er Ferninstrumente in äußerste Saalwinkel und lässt Hexensabbat und Dies irae-Wucht ordentlich wirken. Der ORF schnitt für einen noch nicht bekannten Sendetermin mit.














