Wirten blüht nun doch Regenrabatt
Gastgarten-Wuchermieten: Stadt Graz will doch gnädig sein, falls Saison ins Wasser fällt.

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Wann wird's mal wieder richtig Sommer ...?" - ja, so billig es klingt, aber dieser launige Songtext ist das Stoßgebet der Grazer Wirte. Der Mai ist ins Wasser gefallen, der Sommer lässt auf sich warten und abkassiert wird in den Schanigärten derzeit nur von der Stadt, die den Gastronomen die höchsten Mieten Österreichs in Rechnung stellt, wie G7 exklusiv berichtet hat. Jetzt zeigt sich die Stadt entgegenkommend und will über einen Rabatt mit sich reden lassen, falls die Saison ins Wasser fällt.
Zum Vergleich und zur Erinnerung: Bezahlt ein Lokalbetreiber in Graz für einen 100 m2 großen Gastgarten auf städtischem Grund pro Saison (sechs Monate) 6876 Euro an den Magistrat, muss sein Kollege in Klagenfurt nur 1398 Euro berappen. Dieser darf aber dafür bis 24 Uhr offen halten. Und selbst in der Inneren Stadt in Wien, bekanntlich ein teures Pflaster, zahlen Wirte nur 2725 Euro, also nicht einmal die Hälfte von Grazer Mieten.
Und hatten die Grazer Wirte neben der Hoffnung auf besseres Wetter auch zwei Wünsche an die Stadt geäußert. Erstens: Vielleicht könnte man ja - angesichts der ohnehin raren lauen Abende - die Schanigarten-Sperrstunde doch ab 15. Juni bis 15. September auf Mitternacht verlegen. Und zweitens: Vielleicht gäbe es ja wegen des verregneten Saisonstarts doch eine Chance auf einen Nachlass bei den Mieten.
Blockte die zuständige Vizebürgermeisterin Lisa Rücker zunächst noch ab, lenkt sie nun ein: "Ich werde mich mit den Experten der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (Zamg) Ende August zusammensetzen, um mir die statistische Analyse des Sommers anzuschauen. Sollte es mit den Regentagen so weitergehen und herauskommen, dass die Wirte wirklich mehr oder weniger um die ganze Saison umgefallen sind, dann gibt es einen Regenrabatt." Konkret wird ihnen dann eine Monatsmiete komplett erlassen. Immerhin ein Nachlass von fast 17 Prozent.
Bei der Sperrstunde bleibt Vizebürgermeisterin Lisa Rücker aber hart. Hier gilt die bewährte Grazer Regelung: Derzeit muss ja noch um 22 Uhr Schluss sein, aber ab 15. Juni bis 15. September gilt dann die Sperrstunde um 23.30 Uhr.
















