Markante Raumkunst in knalligen Farben
Clemens Hollerers Kunstgebilde: Oft zu groß für Ausstellungsräume. Spannend.

Foto © kunst.wirt.schaft
GRAZ. Clemens Hollerer, 1975 in Bruck an der Mur geboren und gelernter Touristiker, wurde bei einer Schau des Modefotostars Peter Lindberg vom Kunstvirus infiziert. Davon ist freilich bei der künstlerischen Arbeit, mit der er seit gut zwei Jahren Aufsehen erregt, nichts zu merken.
Hollerer arbeitet zwar immer wieder mit dem Medium Fotografie (wofür es 2009 den Fotopreis der Stadt Graz, wo er lebt und arbeitet, gab), sein Hauptinteresse gehört aber der Schaffung verquerer Strukturen. Verquer im Wortsinn, denn seine Schöpfungen in markanten Farben, zwängt Clemens Hollerer meist förmlich in Ausstellungsräume. Dabei gehen Teile auch zu Bruch. Wie etwa beim Beitrag zur Gruppenausstellung "With Yours Eyes Only", die im Vorjahr im Grazer Kunstverein Medienturm zu sehen war, nun nach Brüssel übersiedelt ist.
Aber der äußerst produktive Künstler schätzt auch das kleinere Format wie seine aktuelle Installation "exposure and concealment" in der kunst.wirt.schaft Graz unter Beweis stellt. Spannende Irritation ist die Arbeit allemal.
Clemens Hollerer. Bis 11. Juni. kunst.wirt.schaft. Graz, Elisabethstraße 14.
















