Der Funke ist übergesprungen
Neuer Rekord: 120 Kirchen und Klöster, davon 40 in Graz, nahmen an der Langen Nacht der Kirchen teil. Rund 45.000 Besucher kamen.

Foto © Erwin ScheriauBeim Kirchenlauf
Über 500 Stunden war Freitag Nacht in 120 steirischen Kirchen und Klöstern der Bär los - quer durch alle Konfessionen, Kirchenkrise hin oder her.
Abseilen vom Kirchturm, Kunstführungen, Kirchenmäuse backen, Messwein verkosten oder mit verbundenen Augen durch eine Kirche gehen - solche und ähnliche Aktivitäten zwischen Aflenz und Graz, Bruck und Feldbach, Bad Aussee und Mureck wurden geboten. Und an die 45.000 Besucher kamen zur bereits vierten Langen Nacht der Kirchen.
40 Kirchen in Graz, 80 in der Steiermark
Wobei ein ganz spezielles steirisches Spezifikum hervorzuheben ist: In Graz nahmen 40 Kirchen (und Klöster) teil, in der übrigen Steiermark 80. "Der Funke ist von der Stadt aufs Land übergesprungen", freuen sich die Veranstalter. Das an sich urbane Phänomen der "Langen Nächte" hat in der Steiermark auch außerhalb der Städte eine ganz hohe Akzeptanz erhalten. "Wir bemühen uns, nicht nur auf das Äußere der Kirchen hinzuweisen, sondern auch auf das Innere der Kirchen. Hier breiten die einzelnen Gemeinden ihre Schätze aus der Geschichte und aus der Gegenwart aus", betont auch Bischofsvikar Heinrich Schnuderl.
Da aufgrund des Priestermangels oft mehrere Gemeinden zu Verbänden zusammengefasst sind, sollte die Lange Nacht auch dazu dienen, dass sich die einzelnen Gemeinden besser kennenlernen können und gemeinsam Aktivitäten setzen. Dabei wurde vor allem die Ökumene groß geschrieben - acht Konfessionen beteiligten sich gestern, darunter auch erstmals die Armenisch Apostolische Kirche.
Zahlreiche kirchliche Würdenträger wie Bischof Egon Kapellari, Altbischof Johann Weber und Pfarrerin Ulrike Frank-Schlamberger engagierten sich ebenso wie weltliche Prominenz von Karlheinz Miklin über Peter Uray und Franz Yang Mocnik bis zum Kabarettisten Leo Lukas.

















