Ein Paradies der Vielfalt
Rund 150 geschützte Tierarten sind im Steinbruch Hauenstein beheimatet. Stadt Graz und Naturschutzbund luden gestern zum Naturtreff.
Der "Langbeinige Pillendreher" ist hier beheimatet. Nein, es handelt sich dabei nicht um einen groß gewachsenen Apotheker. Es ist vielmehr der mit dem ägyptischen Skarabäus verwandte Käfer, der im ehemaligen Steinbruch am Fuße des Hauensteins in Mariatrost-Fölling angesiedelt ist, sonst nirgends in der Steiermark. Rund 150 geschützte Tierarten konnten hier nachgewiesen werden.
Der Artenreichtum in diesem Biotop ist einzigartig. So leben hier über 500 verschiedene Schmetterlingsarten und rund 120 Wildbienenarten. Besonderheiten sind etwa auch die Gottesanbeterin oder die Zebraspinne. Unter den Vögeln sind unter anderen der EU-geschützte Schwarzspecht, der Neuntöter sowie der Grünspecht zu nennen.
Um diese botanische und zoologische Arche Noah zu sichern, hat die Stadt Graz über ihre Immobilienfirma GBG das rund 85.000 Quadratmeter große Areal erworben und dem Naturschutzbund Steiermark zur Betreuung übergeben. Zum Auftakt der Woche der Artenvielfalt luden Bürgermeister Siegfried Nagl und Naturschutzbund-Obmann Johannes Gepp gestern zu einem Aktionstag im Steinbruch ein. Am Vormittag kamen die Schülerinnen und Schüler der Volksschulen Mariatrost und St. Johann.
Gartentag am Hauptplatz
Zum heutigen Tag der Biodiversität wird der Grazer Hauptplatz in einen großen Garten für alle verwandelt. Drei Grazer Gemeinschaftsgärten - Projekt Muttererde, Urbaner Garten Niesenbergergasse und Interkultureller Landschaftsgarten Graz-West - laden alle Grazerinnen und Grazer von 10 bis 15 Uhr ein.
Es sind dort Beete aufgestellt und Samen und Pflanzen stehen bereit. Jeder kann dort etwa Radieschen säen oder Paradeiser pflanzen und natürlich alles Wissenswerte über das Gärtnern erfahren. Die bepflanzten Beete wandern dann wieder in ihre Gärten, wo man sie besuchen kann und die gewachsenen Pflänzchen mitnehmen.
















