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Zuletzt aktualisiert: 18.05.2010 um 22:13 UhrKommentare

"Kleine"-Telefonstunde: Die Fans wollten Sturm hören

Am Dienstag nutzten zahlreiche Sturm-Fans die Gelegenheit, Sturm-Präsident Hans Rinner, Trainer Franco Foda und Spieler Andi Hölzl Fragen zu stellen und mit ihnen zu plaudern.

Hans Rinner, Franco Foda und Andi Hölzl gut gelaunt

Foto © KLZ/FuchsHans Rinner, Franco Foda und Andi Hölzl gut gelaunt

Christine Lanz, Peggau: Herr Foda, bleiben Sie in Graz oder gehen Sie nach Deutschland?
FRANCO FODA: Ich habe Vertrag bis 2012 und Sturm ist eine gute Adresse in Österreich. Man sieht, dass die Arbeit auch im Ausland anerkannt wird, deshalb ist es sehr schön, hier zu arbeiten. Aber es gibt eben immer Spekulationen, außerdem kann man im Fußball nie Nein sagen, weil es kann ja morgen eine Topanfrage aus der Ersten Deutschen Liga kommen. Wenn es irgendwann Anfragen geben sollte, werde ich mit Präsident Rinner und Sportdirektor Kreuzer reden, momentan ist das aber nicht der Fall, deswegen muss man davon ausgehen, dass ich die nächsten zwei Jahre hier bleibe.

Ricardo Graf, Wundschuh: Wird Mario Haas bei Sturm bleiben?
FODA: Mario ist im Moment beim Trainerkurs. In den nächsten Tagen werden wir mit ihm Gespräche führen.
HANS RINNER: Mario ist ein Urgestein. Ich gehe davon aus, dass wir eine leistungsbezogene Lösung finden werden.

Alfred Taucher, Halbenrain: Machen Sie Ihr Bleiben von der Einkaufspolitik des Präsidenten abhängig?
FODA: Der Präsident kauft nicht ein. Er gibt uns die Möglichkeiten und stellt das Geld zur Verfügung, aber ich mache es davon nicht abhängig. Wir werden im Rahmen unserer Möglichkeiten wieder versuchen, eine schlagkräftige Mannschaft auf die Beine zu stellen und wir sind schon mitten in der Arbeit.

Daniel Hirbl, Kaindorf: Wie lange wird Jakob Jantscher noch bei Sturm spielen?
RINNER: Jantscher hat noch Vertrag bis 2011, aber eine Ausstiegsoption, und wenn er die zieht, ist er weg. Momentan ist er in Gesprächen mit Salzburg, das können wir nicht beeinflussen. Er war auch bei Gladbach und Stuttgart im Gespräch. Ob er sich mit Salzburg einigt, wissen wir noch nicht. Wir haben ihm nur gesagt, dass er uns in den nächsten paar Wochen Bescheid geben muss, denn zum Trainingsstart am 9. Juni wollen wir wissen, ob er bleibt oder nicht.

Daniel Hainzmann, Straden: Wie sieht es mit Daniel Beichler aus? Geht er oder bleibt er bei Sturm?
FODA: Er hat noch Vertrag bis zum nächsten Jahr und im Moment gehe ich davon aus, dass er auch bei uns bleibt.

David Spitzer, Peggau: Wie geht es mit Gordon Schildenfeld weiter? Muss er zurück nach Istanbul?
FODA: Wenn es finanziell machbar ist, möchte ich ihn unbedingt behalten.

Gabi Steiner, Graz: Würden Sie wieder zu Wacker Innsbruck wechseln, sollte der Verein in die Bundesliga aufsteigen?
ANDREAS HÖLZL: Momentan nicht, da mein Vertrag bei Sturm Graz bis 2012 läuft. Zu seinem Heimatklub zurückzukehren kann man sich grundsätzlich aber immer vorstellen.

Michael Hinterleitner, Graz: In der Zeitung steht, dass Sie Schildenfeld und Lavric halten wollen. Und dass Szabics zu Sturm kommt. Wie wollen Sie das finanzieren? Da ja beide 30.000 Euro im Monat verlangen.
RINNER: Die Zahlen, die Sie da nennen, sind mir nicht bekannt. Wir haben ein Budget, in dessen Rahmen wir uns bewegen. Außerdem gibt es Gehaltsobergrenzen und die gelten für Lavric und Schildenfeld genauso. Es ist natürlich nicht immer leicht, mit dem Budget auszukommen, Trainer Franco Foda und Sportdirektor Oliver Kreuzer würden sich schon manchmal mehr Handlungsspielraum wünschen. Aber so ist das eben.

Clemens Kügerl, Mureck: Wann sind Sie nach Ihrer Schulterverletzung wieder fit?
HÖLZL: Ich bin am Weg der Besserung. Zum Saisonstart bin ich hoffentlich wieder zu 100 Prozent fit.

Michael Hinterleitner, Graz: Warum hat man junge Spieler wie Leonhard Kaufmann und Jürgen Prutsch vertrieben?
RINNER: Wir haben keinen vertrieben. Kaufmann wollte unbedingt spielen und sah bei uns auf seiner Position keine Perspektive. Deswegen ist er nach Kärnten gegangen. Vielleicht kommt er irgendwann ja wieder zurück. Prutsch muss sich in Italien auch erst einmal durchsetzen. Nur zu einem großen Verein zu gehen allein reicht nicht. Wir wollten nicht, dass er geht, aber es kann keiner von unseren Jungen verlangen, dass Foda sie in die Stamm-Elf stellt, denn dann wären wir nicht Cupsieger geworden und hätten nicht in der Gruppenphase der Europa League gespielt.

Wolfgang Reindl, Gratkorn: Welche Ziele habt ihr für die nächste Saison?
HÖLZL: Wir wollen wieder die Gruppenphase der Europa League erreichen und uns auch über die Meisterschaft wieder für einen internationalen Platz qualifizieren.


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